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Explosionsartige Verbrennung an Gasleitung

Feuerball im Klütviertel: 40-Jähriger in Klinik eingeliefert

HAMELN. Ein 40 Jahre alter Mitarbeiter der Stadtwerke Hameln ist am Dienstagvormittag nach der explosionsartigen Verbrennung eines Gas-Luft-Gemisches in eine Klinik eingeliefert worden. Der Arbeitsunfall ereignete sich gegen 11.20 Uhr in einer Baugrube an der Straße Woge/Ecke Breslauer Allee.

veröffentlicht am 17.04.2018 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 17.04.2018 um 18:30 Uhr

Bei Schweißarbeiten an einer Erdgasleitung hat es eine Verpuffung gegeben. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Helmut Feldkötter, technischer Leiter der Stadtwerke, teilte auf Anfrage mit, der Mitarbeiter werde ärztlich überwacht. Er habe zum Glück äußerlich keine Brandwunden davongetragen. Im Krankenhaus werde nun untersucht, ob die Atemwege des Mannes durch Hitze geschädigt wurden. Der Arbeitsunfall ereignete sich gegen 11.20 Uhr in einer Baugrube an der Straße Woge/Ecke Breslauer Allee.

Nach Angaben der Polizei hatte der Fachmann Schweißarbeiten an einer Gasleitung durchgeführt. Die Naht sei schon zu 90 Prozent fertig gewesen, als sich der Mann kurz umdrehte, erzählt Feldkötter. In diesem Moment ereignete sich die Verpuffung.

Kollegen des Coppenbrüggers hörten einen Knall und sahen einen Feuerball. Die Stadtwerke vermuten, dass es „während des Schweißvorgangs zu einem unkontrollierten Gasaustritt durch eine Leckage in unmittelbarer Nähe gekommen“ ist. Erschütterungen könnten dafür gesorgt haben, dass Gas durch eine Sandschicht in das Loch geströmt ist. Vor und während der Schweißarbeiten sei die Baugrube jedenfalls „gasfrei gemessen worden“, sagte Feldkötter. Eine andere Erklärung habe man nicht. Man gehe der Sache auf den Grund.

Foto: ube
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Mit dem Alarmstichwort „Gasleitung brennt!“ waren der Löschzug und der Rettungsdienst alarmiert worden. Mitarbeitern des Bautrupps gelang es, die Flamme an dem Rohr noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit dem Inhalt von drei Pulverlöschern zu ersticken. Das Feuer war auf eine Lebensbaum-Hecke übergegriffen. Ein Trupp, der sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatte, führte Nachlöscharbeiten durch und kühlte die Gasleitung mit Wasser. Von den Thujen, die Feuer gefangen hatten, blieben nur verkohlte Gerippe übrig. Die Männer von den Stadtwerken haben sehr gut reagiert und mit ihrem raschen Eingreifen Schlimmeres verhindert“, sagte Brandoberinspektor Christian Voss vom Einsatzführungsdienst der Feuerwehr Hameln.

Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen angerückt und hatte den Bereich weiträumig abgeriegelt.

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