weather-image
15°
Fünf Einsätze in 19 Stunden / Lehmschlagdecke wölbt sich

Feuer, Wasser, Gefahrgut

HAMELN. Flammen auf einem Balkon, gefährlich aussehende Substanzen im Wasserschutzgebiet bei Tündern, eine nasse Lehmschlagdecke, die sich bereits bedrohlich gewölbt hat, und zwei Notfalltüröffnungen haben die Hamelner Feuerwehr am Mittwoch in Atem gehalten. Innerhalb von 19 Stunden rückten haupt- und ehrenamtliche Kräfte fünfmal aus.

veröffentlicht am 12.04.2018 um 12:08 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

23.42 Uhr: Auf dem Balkon in der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses an der Gertrudenstraße soll es brennen. Der Löschzug der Wachbereitschaft rückt aus, Freiwillige eilen zur Wache, besetzen weitere Einsatzfahrzeuge. Das Feuer ist rasch gelöscht. „Es hat lediglich ein Karton gebrannt“, sagt Brandrat Andreas Zerbe.

20.09 Uhr: In Afferde benötigt eine Seniorin medizinische Hilfe. Notfallsanitäter stehen vor verschlossener Tür. Das Hilfeleistungslöschfahrzeug rückt mit Blaulicht und Sirene zur Unterstützung des Rettungsdienstes aus. Die Alarmmeldung lautet: „Hilflose Person hinter Tür!“ Die Männer klingeln und klopfen, dann öffnen sie ein Fenster. Der Frau sei es letztlich doch noch gelungen, die Wohnungstür zu öffnen, sagt Hauptbrandmeister Bodo Kauert.

19.18 Uhr: Der Anruf eines Mannes löst einen Großalarm aus. In Tündern am Hellwegskamp stünden drei Eimer. Bei Kontakt mit Wasser komme es wohl zu chemischen Reaktionen, heißt es. Mit dem Stichwort „Gefahrgutunfall“ werden die Feuerwehren Hameln (Wachbereitschaft sowie der 1. und der 3. Zug), die Ortswehren Tündern, Hastenbeck, Hilligsfeld und Afferde, der Messwagen aus Flegessen, die Drohnenstaffel der Kreisfeuerwehr sowie Spezialisten für Gefahrgut aller Art und das Team „Einsatzleitung“ alarmiert. Als die ersten Kräfte eintreffen, stellen sie fest: „Da hat jemand illegal seinen Abfall auf der grünen Wiese entsorgt“, sagt Zerbe. Bei den Substanzen handelt es sich lediglich um Binderfarbe und Spachtelmasse.

13.21 Uhr: Die Polizei fordert die Feuerwehr für eine Notfalltüröffnung an. In einer Wohnung in der Nordstadt könnte ein Bewohner in Not sein. Die Helfer zerstören einen Schließzylinder, stellen fest: Niemand ist daheim.

5.16 Uhr: In einem Wohnhaus an der Prinzenstraße hat sich eine Lehmschlagdecke dermaßen mit Wasser vollgesaugt, dass sie sich schon gewölbt hat. Feuerwehrleute rücken aus, erkunden in der darüber liegenden Wohnung die Lage. „In der Küche lief vermutlich seit Tagen ein Wasserhahn, die Spüle war verstopft. Das Wasser ist auf den Fußboden gelaufen“, berichtet Hauptbrandmeister Kauert.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare