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Polizei beschlagnahmt Brandort / Brandursache: vermutlich technischer Defekt

Feuer verwüstet Wohnung

veröffentlicht am 27.09.2016 um 11:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

Ulrich Behmann

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Olaf Kutzner und Jens Hildebrandt waren die ersten Feuerwehrleute, die sich am späten Montagabend gegen 22 Uhr den Flammen näherten, die in der ersten Etage eines Hinterhauses an der Hamelner Bürenstraße loderten. Die Männer hatten sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet. Ohne die Druckluftflaschen auf ihren Rücken, die ihre Lungen mit sauberer Luft versorgten, hätten die Helfer in der mit pechschwarzen Rußpartikeln und hochgiftigen Brandgasen gefüllten Wohnung schon nach wenigen Atemzügen das Bewusstsein verloren.
Es war zudem extrem heiß. Das spürten die Männer des sogenannten Angriffstrupps, obwohl sie Hitzeschutzkleidung trugen. Sehen konnten sie so gut wie nichts. „Das Licht der Taschenlampe reichte gerade mal zehn Zentimeter weit“, erzählt Oberbrandmeister Olaf Kutzner. Allein die Wärmebildkamera wies dem Löschteam den Weg. „Wir haben auf dem Display wenigstens erkennen können, wo sich die größte Hitzequelle befindet.“ Der Qualm hatte die Zimmer von der Decke hinab bis fast zum Fußboden gefüllt. Kunststoffe schmolzen und verbrannten.
Draußen vor dem Haus trafen unterdessen weitere Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge ein – dort koordinierte Brandamtmann Eugen Steiger den Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr unterstützte die Wachbereitschaft mit zwei Zügen aus Hameln und Rohrsen.
Als die ersten Kräfte den Brandort erreichten, drang bereits Qualm aus einem Fenster, war unbekannt, ob sich noch Personen im Gebäude aufhalten. Hauptbrandmeister Michael Wömpener hatte deshalb vorsorglich einen Notarzt angefordert. Glücklicherweise bekamen die Retter nichts zu tun.
Gemeinsam mit seiner Frau hatte der Mieter das Zweifamilienhaus gegen 20 Uhr verlassen. Als der 44-Jährige zwei Stunden später zurückkehrte und die Tür aufschloss, kam ihm der Rauch entgegen. Ein Nachbar hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Feuerwehr gerufen.
Nachdem die Löschmannschaften ihren Einsatz beendet hatten, suchten Ermittler der Tatort-Gruppe der Inspektion nach Spuren. Ein technischer Defekt könnte das Feuer verursacht haben. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass ein Computer angefangen hat, zu brennen. Dort, wo der PC stand, wird die Brandausbruchstelle vermutet.
Die Wohnung ist nach Angaben der Behörden derzeit unbewohnbar. „Die Wände und Decken sehen aus, als seien sie schwarz angestrichen worden“, sagt Steiger. Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt. Die Polizei hat den Brandort für weitere Ermittlungen beschlagnahmt.



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