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Löscheinsatz in Bad Pyrmont / Kerze oder Kippe könnten Brand verursacht haben

Feuer in Wohnung - Polizisten retten Mieterin

BAD PYRMONT. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr haben Polizeibeamte am frühen Mittwochmorgen gegen 4.55 Uhr in einem Mehrfamilienhaus an der Annenstraße in Bad Pyrmont eine Tür eingetreten und die Bewohnerin aus der verqualmten Wohnung geholt. Die 70-Jährige wurde vom Rettungsdienst versorgt.

veröffentlicht am 07.06.2017 um 07:47 Uhr
aktualisiert am 07.06.2017 um 10:19 Uhr

Morgendlicher Feuerwehreinsatz in der Annenstraße in Bad Pyrmont. Foto: Feuerwehr
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Sie soll mit dem Schrecken davongekommen sein. Vorsorglich sei die Frau ins Krankenhaus gebracht worden, sagte Löschmeister Jan Bolte, Sprecher der Stadtfeuerwehr.

Nach Angaben der Ermittler war die Matratze eines Bettes in Brand geraten - aus bislang unbekannter Ursache. Die Beamten halten es für möglich, dass das Feuer durch eine glühende Zigarettenkippe oder durch eine brennende Kerze verursacht wurde. Rauchmelder sollen Alarm ausgelöst haben. Die Frau habe aufgeschreckte Nachbarn mit den Worten ,Ich habe den Brand schon gelöscht, ich brauche weder Polizei noch Feuerwehr' zu beruhigen versucht, sagte Oberkommissar Daniel Funk auf Anfrage. Danach sei sie wieder in ihre Wohnung zurückgekehrt. Jemand habe dennoch den Notruf gewählt.

Weil auf Klingeln und Klopfen niemand öffnete, traten Polizeibeamte die Tür ein. Sie hatten Sorge, dass die Mieterin bewusstlos zusammengebrochen ist. "Der Frau ging es aber den Umständen entsprechend gut", sagte Funk. Mit Löschpulver bekämpften die Kommissare die Glutnester, die sich in der immer noch schwelenden Matratze befanden.

Kurz darauf traf der Löschzug der Feuerwehr Bad Pyrmont ein. Trupps, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, warfen die zum Teil verbrannte Schaumstoff-Unterlage vom Balkon. Sie wurde im Garten mit Wasser besprüht. "Wir haben die Wärmebildkamera eingesetzt und in allen Zimmern nach versteckten Brandnestern gesucht", sagte Bolte. Anschließend sei der giftige Qualm mit einem Hochleistungslüfter ins Freie gedrückt worden

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