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Flammen und Rauch im Klassenraum / Hausmeister in Klinik

Feuer in Schule gibt Polizei Rätsel auf

KLEIN BERKEL. In der ersten Etage der Grundschule Klein Berkel ist am Dienstagvormittag ein Feuer ausgebrochen – es wurde um 10.10 Uhr entdeckt. Kinder befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht in dem Gebäude, weil sie gerade draußen an den Bundesjugendspielen teilnahmen. Der Hausmeister wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Die Brandursache ist unklar.

veröffentlicht am 15.05.2018 um 13:01 Uhr

Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Eine Großmutter, die an der Schule als Helferin tätig war, habe Qualm aus einem auf Kipp stehenden Fenster aufsteigen sehen, sagte Schulleiterin Katrin Gans, die die Feuerwehr gerufen hatte. Sofort seien zwei Lehrerinnen in die Grundschule gegangen – sie hätten die Toilettenräume und die Klassenzimmer kontrolliert. „Es hätte ja sein können, dass ein Kind ins Schulgebäude gegangen ist – zum Beispiel, um eine Decke zu holen oder um auszutreten.“ Schon nach kurzer Zeit stand fest: Niemand hielt sich in der Schule auf.

Der Hausmeister schnappte sich einen Schaumlöscher, bekämpfte die Flammen und öffnete mehrere Fenster – er verhinderte mit seinem couragierten Eingreifen Schlimmeres. Dabei atmete der Mann allerdings giftige Brandgase ein. Der 59-Jährige sei zunächst vom Rettungsdienst der Stadt Hameln versorgt und dann ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte Brandoberinspektor Sven Hildebrandt vom Einsatzführungsdienst.

Um keine Zeit zu verlieren hatte sich ein Trupp der Hamelner Feuerwehr bereits auf der Blaulichtfahrt nach Klein Berkel mit schwerem Atemschutz ausgerüstet. Die Männer erkundeten die zunächst unklare Lage. Als sie den verqualmten Klassenraum betraten, sahen sie nach Angaben von Hauptbrandmeister Karl-Friedrich Coerdt offene Flammen. Sie züngelten gerade am Schreibtisch hoch, hatten bereits das Klassenbuch, das darauf lag, in Brand gesetzt. Auch der Vinyl-Fußboden und die Verkleidung des ausgebrannten Containers hatten schon Feuer gefangen. Der sogenannte Angriffstrupp löschte den Brand mit Wasser.

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Freiwillige der Feuerwehren Hameln und Klein Berkel unterstützten die Löschmannschaften der Wachbereitschaft. „Wir haben von der Drehleiter aus einen Hochleistungslüfter in Stellung gebracht und eine Überdruckbelüftung durchgeführt“, sagte Hamelns Ortsbrandmeister Christoph Nolte, der mit einem weiteren Tanklöschfahrzeug angerückt war. „Auf diese Weise wurden die Rauchgase aus dem Klassenraum gedrückt – schnell und effektiv“, erklärt Nolte.

Schulleiterin Katrin Gans zeigte sich erleichtert, dass das Feuer frühzeitig entdeckt wurde und so rasch gelöscht werden konnte.

Die Polizei empfahl der Schulleitung, den Raum zunächst reinigen zu lassen und ihn erst danach zu betreten.

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