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Feuer bricht in Pausenraum aus – Verwaltungsgebäude evakuiert

Feuer in Salzhemmendorf: Hitze lässt Deckenplatten platzen

SALZHEMMENDORF. Feuer in Salzhemmendorf – das Verwaltungsgebäude der Firma „Müller Baustoffe“ an der Hemmendorfer Landstraße ist am Mittwochvormittag kurz nach 9 Uhr evakuiert worden. In einer Küche im Erdgeschoss loderten zu diesem Zeitpunkt Flammen, stieg Rauch auf. 40 Freiwillige waren im Einsatz.

veröffentlicht am 14.03.2018 um 13:04 Uhr
aktualisiert am 14.03.2018 um 19:30 Uhr

Die Hitze war dermaßen groß, dass die komplette Gipsdecke zerplatzte. Kleine und große Teile fielen zu Boden. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die Leitstelle Hameln löste nur wenige Sekunden nach dem Notruf Alarm für die Feuerwehren Salzhemmdorf, Hemmendorf, Lauenstein und Oldendorf aus. Aus Gronau (Kreis Hildesheim) rückte eine Drehleiter an. 40 Freiwillige waren im Einsatz.

Eine Frau habe Brandgeruch wahrgenommen, hieß es. Zunächst war unklar, wo es brennt. Der kaufmännische Angestellte Ulrich Steinbrink machte sich sofort auf die Suche. Im Pausenraum wurde er fündig. „Als ich die Tür öffnete, schlug mir schon Qualm entgegen“, erzählt der 59-Jährige. Er habe Feuerschein gesehen und den Brand im Bereich der Küchenzeile mit einem Pulverlöscher bekämpft. Das Feuer schien zunächst erstickt zu sein, es flammte jedoch wieder auf. Die Hitze war dermaßen groß, dass die an der Zimmerdecke angebrachten Gipsplatten platzten und zahlreiche große und kleine Teile zu Boden fielen. Ortsbrandmeister Thomas Hölscher übernahm die Einsatzleitung. Zwei Feuerwehrleute rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus. Der sogenannte Angriffstrupp löschte das Feuer mit Wasser aus einem Löschfahrzeug. Die Männer hörten, dass immer wieder Gegenstände von der Decke fielen. Getroffen wurden sie zum Glück nicht. „Wir haben später den Raum mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern abgesucht“, erklärt Hölscher die weiteren Maßnahmen.

Mit einem Hochleistungslüfter wurden anschließend giftige Rauchgase ins Freie gedrückt. „Erst danach haben wir bessere Sicht gehabt. Anfangs konnten wir die Hand vor Augen nicht sehen“, sagte Hölscher.

40 Einsatzkräfte waren vor Ort. Foto: ube
  • 40 Einsatzkräfte waren vor Ort. Foto: ube
Die Hitze war dermaßen groß, dass die komplette Gipsdecke zerplatzte. Kleine und große Teile fielen zu Boden. Foto: ube
  • Die Hitze war dermaßen groß, dass die komplette Gipsdecke zerplatzte. Kleine und große Teile fielen zu Boden. Foto: ube
Rauch steigt auf, Feuerwehrleute erkunden die unklare Lage.
  • Rauch steigt auf, Feuerwehrleute erkunden die unklare Lage.
Foto: ube
  • Foto: ube
Foto: ube
  • Foto: ube
40 Einsatzkräfte waren vor Ort. Foto: ube
Die Hitze war dermaßen groß, dass die komplette Gipsdecke zerplatzte. Kleine und große Teile fielen zu Boden. Foto: ube
Rauch steigt auf, Feuerwehrleute erkunden die unklare Lage.
Foto: ube
Foto: ube

Notfallsanitäter des DRK kümmerten sich derweil um Ersthelfer Ulrich Steinbrink. Er wurde untersucht, musste jedoch nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Einsatzleiter Hölscher lobte das Verhalten der Mitarbeiter. „Die Belegschaft hat vorbildlich reagiert. Die Angestellten haben die Türen geschlossen und sich dann in Sicherheit gebracht. Als wir ankamen, war das Gebäude bereits geräumt.“

Die Schadenshöhe ist noch unbekannt. Brandursachen-Ermittler des Polizeikommissariats Bad Münder suchten nach Spuren und Hinweisen.

Die Hemmendorfer Landstraße musste während des Löscheinsatzes halbseitig gesperrt werden.



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