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21-Jähriger aus brennendem Haftraum gerettet

Feuer in Jugendanstalt

HAMELN. Löschzüge der Feuerwehr sind am Sonntagnachmittag mit Blaulicht zur Jugendanstalt (JA) an der Tünderschen Straße gefahren. In einer Vollzugsabteilung – einem Bereich in dem Insassen untergebracht sind – war gegen 16.30 Uhr ein Brand ausgebrochen. Ein 21 Jahre alter Mann wurde mit einem Rettungswagen zur Untersuchung ins Sana-Klinikum gefahren.

veröffentlicht am 01.10.2017 um 18:53 Uhr
aktualisiert am 01.10.2017 um 20:32 Uhr

Ein Löschfahrzeug steht vor der Jugendanstalt in Bereitschaft. Neben Trupps der Hauptberuflichen Wachbereitschaft rückten auch Kräfte von Freiwilligen Feuerwehren an die Tündersche Straße aus. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Löschen musste die Feuerwehr nicht mehr. Eine Justizbeamtin hatte Brandgeruch bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Die Frau reagierte weiter: Sie rüstete sich mit einem Atemschutzgerät aus und holte einen Untersuchungshäftling aus dem brennenden Haftraum. Danach erstickte die Beamtin die Flammen mit einem Feuerlöscher.

Mit einer Wärmebildkamera untersuchten Trupps den Raum auf mögliche Brandnester. Die Feuerwehrleute brachten Brandschutt, darunter eine angebrannte Matratze, ins Freie und lüfteten das zuvor evakuierte Gebäude.

Wie die Jugendanstalt mitteilte, habe der 21-jährige U-Häftling keine Verletzungen erlitten. Ersten Erkenntnissen nach habe der junge Mann Mobiliar im Haftraum in Brand gesetzt, hieß es aus der JA. Seine Beweggründe seien noch unklar.

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