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Mitarbeiter löscht brennenden Handtuchhalter

Feuer in Behindertenwerkstatt: Gebäude evakuiert

AFFERDE. In der Werkstatt der Paritätischen Lebenshilfe am Scheckfeldweg ist am Mittwochvormittag ein Feuer ausgebrochen. In einem Herren-Umkleideraum brannte ein Textilhandtuchspender. Geschmolzener Kunststoff tropfte auf eine Bank und setzte das hölzerne Möbelstück in Brand. Rauchschwaden aktivierten um kurz nach 10 Uhr eine Brandmeldeanlage.

veröffentlicht am 11.07.2018 um 16:06 Uhr

Schwarzer Ruß setzt sich an Wänden und Decken ab. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Die Feuerwehr wurde automatisch alarmiert.

Als Eugen Steiger auf der Anfahrt nach Afferde über Funk bestätigt bekam, dass es tatsächlich brannte – und es sich nicht um einen Fehlalarm handelte – ließ der Brandamtmann sofort weitere Kräfte nachalarmieren. Steiger kennt die Werkstatt sehr genau. Der Feuerwehrmann weiß, dass in Afferde zirka 240 Menschen mit Beeinträchtigungen arbeiten und diese in Gefahr sein konnten.

Beim Eintreffen des Löschzuges waren die Werkshallen bereits evakuiert, die Beschäftigten standen vor dem Gebäude in Sicherheit. Löschen mussten die Feuerwehrleute nicht mehr. Ein Mitarbeiter der Lebenshilfe hatte die Flammen bereits erstickt. Der Betriebsstättenleiter hatte nach der Alarmauslösung die Gebäude inspiziert, dabei das Feuer im Umkleideraum entdeckt und schnell zu einem Handfeuerlöscher gegriffen. Feuerwehrtrupps drückten anschließend mit einem Hochleistungslüfter giftige Rauchgase aus der vom Brand betroffenen Halle. Polizeibeamte der Tatortgruppe suchten kurz darauf am Brandort nach Spuren. Eines war Feuerwehr und Polizei schnell klar: Ohne Einwirkung von außen konnte der Handtuchspender nicht in Brand geraten sein. Die Beamten ermitteln nun wegen schwerer Brandstiftung. Über die Höhe des Schadens liegen noch keine Angaben vor. Wände, Decken und Mobiliar im Umkleideraum sind stark verrußt.



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