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1,5-Megawatt-Anlage zwei Monate vom Netz / Zahlreiche Feuerwehren im Einsatz

Feuer im Solarpark - Riesenschaden

FISCHBECK. Ein Feuer auf dem Solarpark-Gelände an der Straße Goldbinnen in Fischbeck hat am Freitagvormittag einen größeren Einsatz der Feuerwehr ausgelöst und einen Schaden in sechsstelliger Höhe angerichtet. Nach Angaben des Betreibers dürfte der 1,5-Megawatt-Park zwei Monate lang vom Netz sein

veröffentlicht am 22.03.2019 um 12:28 Uhr

Im Fischbecker Solarpark ist bei einem Brand ein großer Schaden entstanden. Foto: leo

Autor:

LEONHARD BEHMANN UND ULRICH BEHMANN
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Kurz nach 9 Uhr stieg dunkler Qualm über dem Gelände auf. Nach Angaben von Polizeioberkommissarin Stephanie Heineking-Kutschera hatte kurz zuvor eine Elektrofirma Wartungsarbeiten in einem sogenannten Wechselrichter-Haus durchgeführt. „Die Techniker wollten einen Wechselrichter abschalten, um ein defektes Leistungsteil austauschen zu können. Dabei ist offenbar ein Kurzschluss entstanden“, erklärt Ernst-August Winnefeld, der den Solarpark gemeinsam mit seinem Sohn Rüdiger betreibt. Die Polizei berichtet von einem Lichtbogen, einem Knall und Rauch, der danach aufstieg. Die Kooperative Regionalleitstelle in Hameln alarmierte zahlreiche Feuerwehren. Freiwillige aus Fischbeck, Wehrbergen, Höfingen und Bensen besetzten ihre Fahrzeuge und fuhren mit Blaulicht und Sirene zum Industriegebiet. Von Hessisch Oldendorf aus machten sich zudem Kräfte mit einem Einsatzleitwagen auf den Weg. Feuerwehrleute aus Fischbeck, die den Brandort zuerst erreichten, rollten Schläuche aus und rüsteten sich mit schwerem Atemschutz aus. Ein Trupp erkundete die zunächst unklare Lage in dem Häuschen. „

Zum Glück waren Techniker schon vor unserem Eintreffen vor Ort“, sagt Feuerwehrsprecher Maximilian Franke. Sie hätten schnell gehandelt und bereits die Stromversorgung für den gesamten Solarpark abgeschaltet. „So konnten wir das Feuer ohne Verzögerungen mit Wasser bekämpfen, ohne einen Stromschlag zu bekommen.“ Feuerwehrleute brachten zeitgleich eine Tragkraftspritze in Stellung und förderten mit Saugschläuchen Löschwasser aus dem nahegelegenen Nährenbach. Unter Atemschutz konnte ein Trupp die brennenden Teile löschen. Mit einem Hochleistungslüfter wurde Überdruck erzeugt. Auf diese Weise drückten Experten giftige Brandgase aus dem Technikhaus ins Freie.

Geschäftsführer Ernst-August Winnefeld schätzt, dass der Gesamtschaden mindestens 150000 Euro beträgt. Er bedauert, den Solarpark monatelang nicht betreiben zu können, denn: „Wenn es kühl ist und die Sonneneinstrahlung stärker wird, läuft der Park am effektivsten.“ Winnefeld bedankt sich bei den „hilfsbereiten Menschen aus der Nachbarschaft“ und speziell bei den Feuerwehrleuten. „Sie haben mit Bedacht gelöscht und dadurch einen noch größeren Schaden an den übrigen Wechselrichtern verhindert.“

Feuerwehrleute kontrollieren das Wechselricjter-Haus. Foto: leo


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