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Großeinsatz der Feuerwehr

Feuer bei Schloss Arensburg in Rinteln

RINTELN. Großalarm am frühen Morgen: Die sogenannte Schlossklause der Arensburg in Rinteln ist ausgebrannt. Der Einsatz gestaltete sich für die Feuerwehrleute aufgrund einer Baustelle an der Landesstraße in Steinbergen schwierig. Die Polizei geht derzeit zumindest von fahrlässiger Brandstiftung aus. Vier Jugendliche wurden am Ort des Brandes angetroffen.

veröffentlicht am 20.07.2017 um 10:14 Uhr
aktualisiert am 20.07.2017 um 19:06 Uhr

Die Schlossklause der Arensburg ist Donnerstag in den Morgenstunden ausgebrannt. Noch vor Ort wurden zuerst zwei, später vier Jugendliche von der Polizei als Zeugen vernommen. Seit dem Nachmittag ermittelt die Staatsanwaltschaft Bückeburg wegen des Verdachts auf Brandstiftung – ob fahrlässig oder beabsichtigt ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die Feuerwehr wurde um 6.37 Uhr alarmiert. Es gingen Anrufe bei der Feuerleitstelle in Stadthagen von Autofahrern auf der Autobahn ein, die von der Brücke aus Rauch und Feuer hatten sehen können.
Für die großen Feuerwehrfahrzeuge und die Drehleiter aus Rinteln stellte sich ein Problem: Weil die Landesstraße zurzeit Baustelle ist, der Radweg erneuert wird, klaffte vor der Einfahrt zur Arensburg ein großes Loch. Das füllten Mitarbeiter des Steinbruchs, die Schotter heranschafften und mit einem Radlader die Auffahrt auffüllten.
Als die Feuerwehren eintrafen, stand der Dachstuhl der Schlossklause bereits in Flammen. Die Feuerwehren konnten zwar das Gebäude nicht retten, dafür die Zehntscheune nebenan und verhindern, dass die Flammen auf die Arensburg übergriffen. Burg und Klause trennen eine Feuerschutzmauer. Zur Zehntscheune legte die Feuerwehr eine Wasserwand. Wie die Feuerwehr feststellte, war eine Tür zur Schlossklause aufgebrochen worden.
Vor der Arensburg fiel Feuerwehrleuten wie der Polizei ein auffällig dekoriertes Fahrzeug aus Minden auf, deren beide Insassen nicht erklären konnten, was sie hier wollten. Im Gespräch mit der Polizei gaben die beiden dann zu, das sich noch zwei weitere Freunde auf dem Gelände der Arensburg aufhalten könnten. Daraufhin kämmte die Feuerwehr die ganze Burganlage durch. Es handelt sich um vier Personen im Alter von 15 und 16 sowie 20 und 21 Jahren.
Die Polizei geht derzeit zumindest von fahrlässiger Brandstiftung aus, denn in der Burg waren Strom und Wasser abgestellt – äußerliche Einflüsse wie etwa Blitze sind ebenfalls auszuschließen.
Immer wieder gab es
Fälle von Vandalismus
Vor allem gehe es jetzt um die Frage, was die vier Jugendlichen auf dem Gelände zu suchen hatten. Und – sollten sie nicht selbst als Täter in Frage kommen – ob sie eventuell etwas gesehen haben.
Im Einsatz waren so gut wie alle Rintelner Feuerwehren.
Die Schlossklause hatte der ehemalige Arensburg-Besitzer Dieter F. Kindermann als gastronomischen Betrieb ausgebaut. Doch die Küche, Theke, wie alles andere Inventar sind bereits vor rund zehn Jahren ausgebaut worden.
Seitdem die Arensburg leer steht, hatten wechselnde Besitzer immer wieder mit Vandalismus zu kämpfen. Rohre und Dachrinnen wurden demontiert. Der SDS-Sicherheitsdienst stellte sogar schon Metall-Diebe noch auf dem Arensburg-Gelände. Zuletzt wuchteten Unbekannte zwei Steinkugeln von ihrem Sockel.
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