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Flammen, Hitze und Ruß verwüsten Wohnung

Feuer an der Straße „Am Hafen“: Wohnung verwüstet, Hund stirbt

HAMELN. Eine Dachwohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Straße „Am Hafen“ in Hameln ist am späten Freitagnachmittag durch ein ausgedehntes Feuer völlig verwüstet worden. Pechschwarzer Rauch stieg auf, Scheiben platzten, Flammen schlugen auf einen Balkon. Ein Hund konnte nur noch tot geborgen werden.

veröffentlicht am 07.09.2018 um 20:38 Uhr

Schwarzer Rauch steigt auf, Flammen schlagen aus einem Fenster. Die Feuerwehr bringt die Drehleiter in Stellung. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Es war 17.49 Uhr als ein Disponent der Regionalleitstelle an der Ruthenstraße dem Einsatzführungsdienst der Feuerwehr Hameln per Funk mitteilte, dass soeben ein Feuer gemeldet worden war. Die Wachbereitschaft befand sich zu diesem Zeitpunkt noch am Unglücksort an der Prinzenstraße, wo ein Kind bei einem Stromunfall auf den Gleisen ums Leben gekommen war.

Der Löschzug der Wachbereitschaft fuhr sofort zum Brandort – Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr eilten ihren hauptamtlichen Kameraden zur Hilfe. Während die Drehleiter in Stellung gebracht wurde, rüsteten sich Bernhard Mandla und Christian Knoll mit schwerem Atemschutz aus. Der sogenannte Angriffstrupp brach die Tür mit einer Axt auf und sprühte durch einen Spalt viermal kurz nacheinander Wasser in die 500 bis 800 Grad Celsius heiße Wohnung. „Auf diese Weise können wir rasch die Temperatur senken“, erklärt Oberbrandmeister Mandla.

Als es nach wenigen Sekunden in dem Ein-Zimmer-Apartment „nur“ noch 270 Grad heiß war, löschten die Männer die Flammen, die sich an einer Stelle bereits durch die Decke gefressen hatten. Putz und Isolierwolle fielen herab. Die Wohnung ist unbewohnbar. Die obdachlos gewordene Mieterin komme erst einmal bei der Tochter, die im selben Gebäude wohnt, unter, berichtet Brandoberinspektor Christian Voß.

Bernhard Mandla und Christian Knoll haben in der extrem heißen Wohnung gegen die Flammen gekämpft. Sie erstatten Christian Voß (links), der den Löscheinsatz leitet, Bericht. Foto: ube
  • Bernhard Mandla und Christian Knoll haben in der extrem heißen Wohnung gegen die Flammen gekämpft. Sie erstatten Christian Voß (links), der den Löscheinsatz leitet, Bericht. Foto: ube

Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Polizisten haben die ausgebrannte Wohnung für weitere Ermittlungen beschlagnahmt und die Tür versiegelt. Das Feuer ist vermutlich in der Küche ausgebrochen. Die Mieterin war zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht daheim.



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