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Todesumstände unklar

Fenstersturz in der Südstadt: Polizei schließt Verbrechen nicht aus

HAMELN. Was hat sich am frühen Sonntagmorgen in einer Wohnung an der Hamelner Königstraße zugetragen? Das ist die zentrale Frage, die sich Todesursachen-Ermittler der Hamelner Polizei stellen. Eine Antwort darauf gibt es noch nicht, denn: Eine junge Frau (24) ist tot, ihr Freund (22) steht unter Schock.

veröffentlicht am 24.04.2017 um 14:19 Uhr
aktualisiert am 24.04.2017 um 14:51 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Er konnte deshalb noch nicht vernommen werden. Und Zeugen, die sagen könnten, warum die Stuttgarterin um 0.25 Uhr aus einem Fenster der zweiten Etage eines Mehrfamilienhauses gestürzt ist, haben sich bislang noch nicht bei der Polizei gemeldet. Die Beamten des unter anderem für Mord und Totschlag zuständigen 1. Fachkommissariats ermitteln deshalb in alle Richtungen. Möglich, dass es ein tragischer Unglücksfall war.

„Wir können derzeit aber auch ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen“, sagt Oberkommissar Jens Petersen im Gespräch mit der Dewezet. Die Staatsanwaltschaft Hannover hat die Obduktion der Leiche angeordnet. Wann die Autopsie im Rechtsmedizinischen Institut der Hochschule Hannover durchgeführt wird, steht noch nicht fest. Bei der Toten soll es sich ersten Erkenntnissen der Hamelner Polizei zufolge um eine Deutsche mit einem kurdischen Hintergrund handeln. Die junge Frau war aus Stuttgart angereist, um den 22-Jährigen, der sich erst seit ein paar Jahren in Hameln aufhält, zu besuchen. Die Ermittler (Telefon: 05151/933222) bitten Personen, die Angaben zum Geschehen machen können, um Mithilfe.

Erst am 20. November 2016 hatte sich auf der Königstraße ein besonders brutal ausgeführtes Gewaltverbrechen ereignet. Eine Deutsche (28) mit kurdischem Hintergrund wurde seinerzeit mit einem Messer niedergestochen, mit der stumpfen Seite einer Axt geschlagen, hinter ein Auto gebunden und über mehrere Straßen geschleift. Die Mutter eines kleinen Kindes überlebte die Tat wie durch ein Wunder (wir berichteten).

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