weather-image
10°

Mehrere Blüten bei Täter (21) gefunden / Opfer war vorgewarnt

Falschgeldbetrüger geschnappt

HAMELN. Nur wenige Stunden, nachdem einem Hamelner beim Verkauf von Spielzeug ein falscher 50-Euro-Schein angedreht wurde, hat die Polizei den mutmaßlichen Betrüger festgenommen. Ein 21 Jahre alter Mann aus Hannover wurde in Holtensen festgenommen, als er offensichtlich versuchte, eine 37-Jährige übers Ohr zu hauen.

veröffentlicht am 05.03.2019 um 12:57 Uhr
aktualisiert am 06.03.2019 um 09:55 Uhr

270_0900_126750_Blaulicht.jpg
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Die Holtenserin, die auf einem Online-Verkaufsportal eine Handtasche zum Verkauf anbot, war vorgewarnt. Sie hatte im Internet von der Betrugsmasche gelesen. Ein 50 Jahre altes Betrugsopfer hatte auf einer Facebook-Seite beschrieben, wie ihm am Montag ein Unbekannter eine Blüte andrehte.

Der Hamelner hatte im Internet Spielzeug zum Verkauf angeboten. Ein junger Mann meldete sich, zahlte den Zehn-Euro-Artikel mit einem Fünfziger, steckte Wechselgeld und Spielzeug ein und verschwand. Erst später bemerkte der Hamelner, dass es sich bei dem Geldschein um Falschgeld handelte (wir berichteten). Der Mann erstattete Anzeige, warnte aber auch im Internet vor der Masche des Ganoven.

Mit Erfolg. Die 37-Jährige, die den Käufer ihrer Handtasche erwartete, wurde misstrauisch, zählte eins und eins zusammen und informierte die Polizei. Wenig später saßen zwei Kripobeamte im Wohnhaus, um gemeinsam mit der Holtenserin auf den Ganoven zu warten.

Kurz nachdem der „Käufer“ an ihrer Tür geklingelt hatte, klickten die Handschellen. Die Beamten fanden bei dem Mann einen falschen 50-Euro-Schein. Bei der Durchsuchung seines Autos sollen die Polizisten ein halbes Dutzend weiterer Blüten entdeckt haben.

In der Wohnung des Mannes haben Beamte aus Hannover mehrere Datenträger sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssen, teilte ein Polizeisprecher mit. Der 21-Jährige habe bislang geschwiegen und keine Angaben gemacht, hieß es. Polizeibeamte stellten gegen den Mann Strafanzeigen wegen Betruges und weil Falschgeld in Umlauf gebracht wurde.

Die Polizei Hameln rät bei Verkäufen, wenn möglich, keine größeren Geldscheine anzunehmen oder diese genau zu prüfen. Bei größeren Bargeldsummen sei es ratsam, das Geld direkt mit dem Käufer bei einem Geldautomaten einzuzahlen. Der Automat erkennt mögliches Falschgeld sofort, erklärt ein Beamter.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt