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Revision zurückgenommen

Fall Kader K.: Urteil gegen Nurettin B. jetzt rechtskräftig

HAMELN. Im Fall des sogenannten „Schleifmordversuchs von Hameln“ haben die Rechtsanwälte Roman von Alvensleben und Raban Funk, die das Opfer Kader K. (29) und deren dreijährigen Sohn Cudi vertreten, die Revision zurückgenommen. Das Urteil gegen den Ex-Mann Nurettin B. (39) aus Eimbeckhausen ist damit rechtskräftig.

veröffentlicht am 05.09.2017 um 16:56 Uhr

Gewaltopfer Kader K. trat vor Gericht als Nebenklägerin auf. Sie wurde während des Prozesses von Diplom-Sozialarbeiterin Juliane Frank vom Opferhilfe-Büro Bückeburg betreut. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die 13. Große Strafkammer des Landgerichts Hannover hatte den Täter am 31. Mai wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu 14 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht war der Argumentation und dem Antrag der Strafverteidiger Matthias Waldraff und Bastian Quilitz gefolgt. Den Nebenklägern seien durch Beschlüsse des Schwurgerichts vom 15. und 29. August die Kosten für das Revisionsverfahren und die den Nebenklägern entstandenen notwendigen Auslagen auferlegt worden, teilte die Kanzlei Waldraff auf Anfrage mit. Staatsanwaltschaft und Nebenkläger hatten seinerzeit für lebenslänglich plädiert.

Die Kammer unter Vorsitz von Richter Wolfgang Rosenbusch sah es zwar als erwiesen an, dass Nurettin B. die Tat geplant und auf grausame Weise ausgeführt hat. Die Richter waren aber von lebenslanger Haft abgerückt, weil sich der Gewalttäter sofort nach dem Verbrechen bei der Polizei gestellt, vor Gericht ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte und bereit ist, dem Opfer Schmerzensgeld zu zahlen.

Opfer-Anwalt von Alvensleben begründete die Rücknahme der zunächst eingelegten Rechtsmittel am Dienstag im Gespräch mit der Dewezet so: „Frau K. möchte endlich einen Schlussstrich unter dieses düstere Kapitel ziehen. Das Verfahren hat sie sehr aufgewühlt. Sie leidet immer noch unter den Folgen der Tat. Meine Mandantin will sich nicht mehr länger mit der Vergangenheit befassen. Sie möchte sich jetzt ganz auf ihre Zukunft konzentrieren.“

Verbrechensopfer Kader K. meinte am Dienstag: „Der Täter wird sich irgendwann vor Gott für das, was er mir und Cudi angetan hat, verantworten müssen.“

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