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Flüssiggas entweicht aus Tank / Bewohner aus Schlaf geklingelt

Falke-Zwillinge riechen die Gefahr

HAGENOHSEN. Alexa und Sandra Falke scheinen ein Gespür dafür zu haben, etwas wenn etwas in Emmerthal nicht stimmen mag. Vor zwei Jahren haben die Zeitungsausträgerinnen vermutlich einer älteren Frau das Leben gerettet. Und am frühen Donnerstagmorgen wurden sie auf Gasgeruch aufmerksam – und setzten einen Notruf ab.

veröffentlicht am 19.07.2018 um 14:31 Uhr
aktualisiert am 19.07.2018 um 19:10 Uhr

Feuerwehrkräfte sperrten die Bückebergstraße. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Alexa und Sandra Falke scheinen ein Gespür dafür zu haben, wenn etwas in Emmerthal nicht stimmen mag. Vor zwei Jahren haben die Zeitungsausträgerinnen vermutlich einer älteren Frau das Leben gerettet. Sie hatten gesehen, dass die erkrankte Emmerthalerin in der Wohnung lag und Rettungskräfte alarmiert. Die Frauen setzten auch schon einen Notruf ab, als sie auf ihrer morgendlichen Tour Flammen an einem Fachwerkhaus bemerkten. Kurzum: Die Frauen halten bei ihrer Arbeit stets Augen und Ohren auf.

Am Donnerstagvormittag wohl auch die Nasen. Typischer Gasgeruch ließ die Zwillinge vor einem Einfamilienhaus an der Bückebergstraße stutzig werden. Auch ein leises Zischen an einem Flüssiggastank war zu hören. Die Zustellerinnen zögerten keine Sekunde, riefen nach der Feuerwehr und klingelten auch die zwei Bewohner aus dem Schlaf. Feuerwehrkräfte aus Hagenohsen und Kirchohsen rückten um kurz nach 5 Uhr an und sperrten den Bereich um das Wohnhaus weiträumig ab. Trupps legten sich schwere Atemschutzgeräte an, um am Tank nach einer Leckage zu suchen. Direkt am 1000 Liter fassenden Gastank schlugen Explosionswarngeräte an.

Der Versuch, über eine an dem Tank angegebene Telefonnummer Kontakt zum Notdienst des Gaslieferanten herzustellen, sei misslungen, hieß es von der Feuerwehr. Erst ab 8 Uhr soll jemand zu erreichen sein, hieß. Gegen 6 Uhr erfolgte ein Rückruf. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde der Gastank am Morgen entleert und die Anlage vom Service untersucht. Der Flüssiggastank sei erst vor zwei Wochen gewartet und gefüllt worden, sagten die Hausbesitzer. 850 Liter Gas sollen nach dem Tanken im Behälter gewesen sein. Feuerwehrkräften sprachen davon, dass die Tankanzeige während des Einsatzes 750 Liter Inhalt anzeigte.

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