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Tagelang Postfiliale observiert – Richter ordnet U-Haft an

Fahnder nehmen zwei mutmaßliche Serienbetrüger fest

HESSISCH OLDENDORF. Tagelang lagen Ermittler der Polizeistation Hessisch Oldendorf abwechselnd auf der Lauer – die Beamten observierten die Postfiliale im Edeka-Markt an der Welseder Straße. Grund war der Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges zweier Männer aus Duisburg.

veröffentlicht am 11.08.2016 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:03 Uhr

Ulrich Behmann

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Die Beamten wollten herausfinden, wer dort zwei ganz bestimmte Pakete mit wertvollem Inhalt abholt. .Am Dienstagnachmittag zahlte sich die Geduld der Fahnder aus: Gegen 17 Uhr konnten sie zwei Männer (36, 48) aus Duisburg festnehmen. Beide waren extra aus dem Ruhrgebiet angereist, um in Hessisch Oldendorf die Warensendungen abzuholen. Gegen die Tatverdächtigen wurden Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges eingeleitet. Die Polizei vermutet, dass es sich um Serientäter handelt. Im Rahmen der Ermittlungen seien vier weitere ähnlich gelagerte Fälle in Bad Münder und in Springe ans Licht gekommen, sagte am Donnerstag Hauptkommissar Jörn Schedlitzki. Man prüfe derzeit, ob auch diese Betrügereien auf das Konto des Duos gehen. In Duisburg sollen die Verdächtigen wegen Betrugsdelikten polizeibekannt sein. Die Festgenommenen wurden inzwischen einem Richter des Amtsgerichts Hameln vorgeführt. Der Ermittlungsrichter ordnete Untersuchungshaft an. Die auf frischer Tat ertappten Freunde müssen im Gefängnis auf ihren Prozess warten.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei in Hessisch Oldendorf stehen die Männer im Verdacht, unter falschem Namen zwei Mobiltelefonverträge mit je einem Handy abgeschlossen zu haben. Dazu sollen sie die Namen zweier Bewohner aus Springe benutzt haben. Als Lieferanschrift wurde allerdings die Postfiliale an der Welseder Straße, die sich im Edeka-Markt befindet, angegeben. Die Männer flogen auf, weil der Telefonanbieter den Betroffenen in Springe per Post eine Versendungsmitteilung zuschickte. Die Familien, die keine Handys bestellt hatten, informierten die Polizei in Springe.

Unklar ist zurzeit noch, wie oft die Männer schon mit diesem Trick gearbeitet haben. Es geht womöglich um Warenkreditbetrug im größeren Stil. Vermutlich haben sie die Namen ihrer Opfer aus dem Telefonbuch. Die Polizei stellt derzeit weitere Nachforschungen an.



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