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Unfallopfer eingeklemmt – fünf Verletzte / Hochstraße stundenlang gesperrt

Explosionsgefahr nach Kollision

HAMELN. Auf der Hochstraße (Brückenkopf) in Hameln hat sich am Sonntag gegen 13 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein mit zwei Frauen und zwei Männern (63, 67, 67, 69) besetzter Ford Kuga geriet auf die Gegenfahrbahn und prallte dort frontal mit einem Opel Corsa zusammen. Der Geländewagen drückte das Heck des Kleinwagens gegen das Brückengeländer. Wrackteile flogen auf die darunter liegende Straße.

veröffentlicht am 02.12.2018 um 17:50 Uhr

Zusammenstoß auf der Hochstraße: Der weiße Ford hat den blauen Opel gegen das Brückengeländer gedrückt. Retter befreien den eingeklemmten Corsa-Fahrer. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Auch diese Fahrbahn wurde in Höhe Breiter Weg aus Sicherheitsgründen von der Polizei gesperrt. Der 53 Jahre alte Opel-Fahrer musste von Rettungsmannschaften der Hamelner Feuerwehr mit schwerem hydraulischem Gerät aus dem demolierten Wagen geholt werden. „Wir haben das Unfallopfer mit einem Spreizer aus dem Wrack befreit“, sagte Stadtbrandmeister Markus Weber vom Einsatzführungsdienst. Während der technischen Rettung wurde der Aerzener von einem Notarztteam medizinisch versorgt. Um ein Auskühlen seines Körpers zu verhindern, wurde der Schwerverletzte von Notfallsanitätern der Feuerwehr mit einem Halogenscheinwerfer und mit Rettungsdecken aus Aluminiumfolie gewärmt.

Fünf Menschen wurden verletzt. Die Leitstelle löste zum zweiten Mal an diesem Wochenende (wie schon nach dem Brand in der Jugendanstalt) mit dem Stichwort „MANV“ (Massenanfall von Verletzten) einen Großeinsatz für den Rettungsdienst aus. Rettungswagen des DRK und der Feuerwehr und eine Leitende Notärztin rückten an.

Am Unfallort liefen Benzin und Motoröl aus. Nach Angaben von Stadtbrandmeister Markus Weber bestand Explosionsgefahr. Feuerwehrleute dichteten Gullyschächte ab und machten die ausgelaufenen Treib- und Schmierstoffe mit einem Bindemittel unschädlich. Die Untere Wasserbehörde forderte eine Ölbekämpfungseinheit an. Mit einer Maschine der Umwelt-Kommunal-Service GmbH aus Lauenau wurde die Asphaltdecke porentief gereinigt. „Das Spezialfahrzeug sprüht Wasser mit einem Druck von 200 bar auf die verschmutzte Fahrbahn. Dadurch werden Motoröl, Benzin und andere Betriebsstoffe vom Belag entfernt. Anschließend wird das Wasser-Öl-Gemisch in einen Tank gesaugt“, erklärt Andreas Schmidt aus Eimbeckhausen.

Der Opel Corsa wurde bei dem Aufprall total zerstört. Feuerwehrleute haben den Fahrer aus den Blechmassen befreit. Foto: ube
  • Der Opel Corsa wurde bei dem Aufprall total zerstört. Feuerwehrleute haben den Fahrer aus den Blechmassen befreit. Foto: ube
Stundenlange Straßensperrung: Ein Ölbekämpfungsfahrzeug sprüht Wasser mit einem Druck von 200 bar auf die Fahrbahn. Foto: ube
  • Stundenlange Straßensperrung: Ein Ölbekämpfungsfahrzeug sprüht Wasser mit einem Druck von 200 bar auf die Fahrbahn. Foto: ube

Nach Angaben von Hauptkommissar Dirk Barnert ist derzeit noch unbekannt, weshalb der Ford eines 69-Jährigen aus Georgsmarienhütte von der Fahrbahn abgekommen ist. Spuren zeigen den Ermittlern, dass der zwei Monate alte Kuga auf der linken Spur in Richtung Thiewall-Brücke gefahren ist. Die Vollsperrung der viel befahrenen Straße wurde erst nach mehreren Stunden aufgehoben.



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