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Polizei fahndet nach hellgrauem Kleinwagen

Erste heiße Spur nach Überfall auf Postfiliale

Salzhemmendorf. Nach dem Überfall auf die Poststelle in Salzhemmendorf fahndet die Polizei nach einem hellgrauen Kleinwagen. Ein Zeuge hatte beobachtet, dass das Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort in Richtung Calenberger Allee gefahren ist. Außerdem werden derzeit weitere Hinweise und Spuren ausgewertet sowie Videomaterial gesucht.

veröffentlicht am 25.05.2016 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:12 Uhr

Ulrich Behmann

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Bei dem Wagen handelt es sich um ein älteres Modell (möglicherweise Mazda 2 oder Hyundai i20 oder ein ähnliches Auto). Der Kleinwagen sei zur Tatzeit in der Nähe der Postfiliale gesehen worden, sagte Oberkommissar Jens Petersen. Ob das gesuchte Täter-Duo in dem Auto gesessen hat, sei aber nicht sicher.

Die Ermittler aus Salzhemmdorf und Bad Münder suchen weitere Augenzeugen, denen ein solches Fahrzeug ebenfalls aufgefallen ist. Nach dem Bericht über den räuberischen Diebstahl seien diverse Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, sagte Petersen am Mittwoch. Diese müssten nun bewertet und abgearbeitet werden. Aber auch die Spuren, die am Tatort gesichert wurden, sind noch nicht ausgewertet worden. Die Polizei hat bereits mehrere Zeugen vernommen. Nun sind die Beamten auf der Suche nach Videomaterial. Sie überprüfen, ob die Täter auf der Flucht von Überwachungskameras gefilmt wurden. Möglicherweise kommt auch ein Phantombild-Zeichner des Landeskriminalamts Niedersachen zum Einsatz. 

Eine bislang unbekannte Frau hatte sich am Dienstagnachmittag gegen 17.30 Uhr unbemerkt in die hinteren Geschäftsräume der Poststelle an der Hauptstraße in Salzhemmendorf geschlichen und eine höhere Summe Geld gestohlen. Der Komplize der Täterin lenkte die 60 Jahre alte Angestellte derweil ab. Dem Täter ging es darum, die Frau hinter dem Tresen wegzulocken. So konnte seine Mittäterin in aller Ruhe den Geldschrank plündern. Erst als die Fremde plötzlich fluchtartig die Postfiliale verließ, bemerkte die 60-Jährige, dass etwas nicht stimmte. Gemeinsam mit einer Kundin habe die 60-Jährige versucht, die Täterin aufzuhalten, erzählt Petersen. In diesem Moment griff der Mann in das Geschehen ein. „Er hat sowohl die Mitarbeiterin als auch die Kundin zur Seite weggestoßen.“ Die Angestellte zog sich dabei Verletzungen zu. Das Duo flüchtete danach  zu Fuß in Richtung Ortskern.

Der Mann ist zirka 30 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß und kräftig. Er hat dunkle Haare und war rasiert. Der Gesuchte spricht Deutsch mit Akzent und soll ein südländisches Erscheinungsbild haben. Während der Tat trug er eine schwarze Baseball-Kappe, die er während der Flucht verlor.

Die Diebin ist 20 bis 30 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß. Sie hatte sich eine Kapuze über den Kopf gezogen. Die Frau ist  auffallend zierlich, hat ein knochiges Gesicht und eine spitze Nase. Ihre blonden Haare soll sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden haben. Die Täterin war mit einem schwarzen/dunkelblauen Oberteil (eventuell Jacke) und einer stark ausgewaschenen Jeanshose bekleidet. Ersten Ermittlungen zufolge hat sie die Poststelle bereits einige Zeit vor der Tat ausgespäht. Dabei trug sie eine schwarze Baseball-Kappe. Die Ermittler suchen Zeugen, Tel. 05042/93310 oder 05153/5122.



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