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Kommissar glaubt an einen Scherz

Erneuter Polizei-Einsatz: Erst Vogelspinne, jetzt Würgeschlange

BAD PYRMONT. Exotisches Bad Pyrmont – nachdem eine Frau (50) am Samstagnachmittag eine Vogelspinne in ihrem Garten an der Straße „Auf dem Fohre“ entdeckt und die Polizei gerufen hatte (wir berichteten), meldete am Montagabend um 18.50 Uhr ein Mann (50) aus Bad Pyrmont dem Kommissariat den Fund einer Schlange.

veröffentlicht am 12.06.2018 um 11:36 Uhr

Schlängelt sich eine Treppenstufe hoch – die Würgeschlange, die an der Reesestraße entdeckt wurde. Foto: Polizei
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Eine Streifenwagen-Besatzung machte sich sofort auf den Weg zur Reesestraße. In dem Fahrzeug saß auch der Kommissar, der bereits zwei Tage zuvor zu der Mexikanischen Rotknie-Vogelspinne in Holzhausen geschickt worden war. Der Beamte habe zunächst an einen Scherz der Kollegen gedacht, erzählt Hauptkommissar Björn Cornel. Wie schon im Fall der Spinne baten die Beamten einen Experten des Tierparks Bad Pyrmont um Hilfe. Dem Mann gelang es problemlos, die etwa 100 Zentimeter lange Würgeschlange einzufangen. „Ersten Erkenntnissen zufolge handelt es sich um eine Kalifornische Kettennatter“, sagte Cornel. Solche Schlangen würden hierzulande nicht selten in Terrarien gehalten und nicht dem Artenschutz unterliegen, hieß es. Die Schlange erhielt Asyl im Tierpark, wo sich bereits die ausgebüxte oder ausgesetzte Vogelspinne befindet. Bei der Würgeschlange handelt es sich rechtlich gesehen um eine Fundsache, sagte der Hauptkommissar. Hinweise auf den Eigentümer habe die Polizei bislang nicht. Auch der Besitzer der Vogelspinne hat sich noch nicht gemeldet. Wer weiß, wem die Exoten gehören, wird gebeten, sich mit dem Kommissariat unter der Rufnummer 05281/94060 in Verbindung zu setzen. Im Mai hatte die Polizei Bad Pyrmont ein Hängebauchschwein vorübergehend aufgenommen. Das Tier war seinerzeit in der Nähe des Osterfeuerplatzes an der Ernst-Starke-Straße in Reher gesichtet und eingefangen worden. Polizisten richteten an der Wache einen Hundezwinger her und sperrten das Schwein in der eilig eingerichteten „Gewahrsamszelle“ ein.

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