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Feuerwehr zieht in Hemmendorf Gerät aus Mühlengraben

Erneut Zigarettenautomaten aufgesprengt

HAMELN-PYRMONT. In den letzten Wochen wurden in der Region an der Weser immer wieder Zigarettenautomaten Ziel von Angriffen. Zwischen dem 31. Dezember und 2. Januar haben Unbekannte drei weitere Geräte gesprengt. Am Silvesterabend zerriss es einen Zigarettenautomaten in Hemmendorf.

veröffentlicht am 02.01.2019 um 15:54 Uhr
aktualisiert am 10.01.2019 um 14:44 Uhr

Mit einer Seilwinde ziehen Feuerwehrleute einen aufgesprengten Automaten aus einem Bach in Hemmendorf. Foto: Feuerwehr
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Unbekannte sprengten den Automaten zwischen 21 Uhr und 21.30 an der Straße „Marktplatz“. Durch die Wucht der Detonation wurde das Gerät von einer Wand gerissen. „Die Täter trugen den Automaten vom Tatort weg und warfen ihn in einen angrenzenden Bach, wo er später aufgefunden wurde. Aufgrund des Gewichtes des Automaten muss von mehreren Tätern ausgegangen werden“, teilte Polizeisprecherin Stephanie Heineking-Kutschera am Mittwoch mit.

Am Neujahrstag zogen Feuerwehrleute aus Hemmendorf und Salzhemmendorf den aufgefundenen Zigarettenautomaten mithilfe einer Seilwinde aus dem Mühlengraben und übergaben ihn ermittelnden Polizeibeamten.

Am frühen Mittwochmorgen entdeckte ein Zeitungsausträger (56, Hameln) um kurz nach 5 Uhr an der Hilligsfelder Straße in Groß Hilligsfeld einen weiteren aufgesprengten Automaten. Gegen 4.15 Uhr hatte ein Anwohner zwar einen lauten Knall gehört, gab er Beamten der Tatortgruppe zu Protokoll. Doch war der 22-Jährige davon ausgegangen, dass jemand Silvesterböller in die Luft gejagt hatte. „Somit dürfte die Sprengung bereits eine Stunde vor der Entdeckung der Tat stattgefunden haben“, meinte Polizeioberkommissarin Heineking-Kutschera.

Um kurz nach 6 Uhr suchten Polizeibeamte am nächsten aufgesprengten Zigarettenautomaten nach Spuren – diesmal in Kirchohsen. Eine 48-jährige Emmerthalerin hatte den zerbeulten Automaten an einer SB-Waschanlage in der Nähe des Bahnhofes bemerkt und die Polizei gerufen. Die Täter sollen sich zu der Zeit bereits abgesetzt haben, hieß es von der Polizei. „In allen Fällen steht die Höhe des Diebesgutes noch nicht fest“, sagte die Sprecherin.

Womit die Täter die Automaten gesprengt hatten, teilte die Polizei nicht mit. Vermutlich aus ermittlungstaktischen Gründen. Der technische Leiter eines Automatenaufstellers sprach jüngst davon, dass Täter sogenannte Polenböller – illegale Feuerwerkskörper mit einer enormen Sprengkraft – nutzen sollen, um an Zigaretten und Bargeld kommen zu können. Hinweise nimmt die Polizei in Hameln (Telefon: 05151/933-222 und in Bad Münder unter der Telefonnummer 05042/9331-162 entgegen.



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