weather-image
28°
Im Bereich Aerzen und in Holzminden

Erneut Anrufe durch „falsche Polizeibeamte“ im Weserbergland

WESERBERGLAND. Nachdem die Polizei bereits vor knapp zwei Wochen vor den Betrugsmaschen falscher Beamten gewarnt hatte, haben nun erneut einige Bürger im Landkreis Hameln-Pyrmont und im Landkreis Holzminden Anrufe von angeblichen Polizisten bekommen. Auch als LKA-Beamte hätten sich diese ausgegeben, hieß es.

veröffentlicht am 01.03.2018 um 13:28 Uhr

Vor allem ältere Menschen werden immer wieder Opfer von Betrugsversuchen am Telefon. Foto: Pixabay

Ab Mittag bis in die Abendstunden hinein seien insbesondere alleinstehende Bürgerinnen aus dem Stadtgebiet Holzminden (13 Anrufe) und Aerzen (3 Anrufe) angerufen worden. Laut Polizei allesamt Bürger, aus deren Vornamen man entnehmen könnte, dass die Anschlussinhaber bereits ein fortgeschrittenes Alter erreicht haben.

Die Polizei kann jedoch verkünden, dass die zurückliegenden Warnhinweise und Medienveröffentlichungen offenbar Wirkung gezeigt haben: alle Angerufenen waren vorgewarnt, wurden skeptisch und legten schließlich auf, ohne dass die Betrüger einen Erfolg für sich verbuchen konnten.

Damit die Trickbetrüger auch weiterhin erfolglos bleiben, gibt die Polizei nochmals nachfolgende dringende Ratschläge:

  • Geben Sie niemals telefonisch persönliche Daten an Unbekannte weiter, auch nicht, wenn diese sich als Polizeibeamte ausgeben.
  • Polizeibeamte, oder auch Bankangestellte, werden Sie am Telefon niemals von ihren persönlichen Vermögensverhältnissen, Bankdaten oder sonstigen sensiblen Daten befragen.
  • Übergeben Sie Unbekannten niemals Geld oder Wertsachen. Auch nicht, wenn diese sich als Boten oder angebliche Polizeibeamte ausgeben, Die Polizei wird Sie niemals auffordern, Bargeld von der Bank abzuheben und für ihre Ermittlungen zu übergeben.
  • Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter aus, lassen Sie sich dessen Namen geben und rufen Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle unter der Ihnen bekannten oder im Telefonbuch verzeichneten Telefonnummer an und erkundigen Sie sich, ob dieser dort auch arbeitet und wie er erreichbar ist.
  • Rufen Sie in diesem Zusammenhang niemals die möglicherweise in Ihrem Telefondisplay hinterlegte Nummer des Anrufers zurück oder nutzen gar die Rückruffunktion.
  • Beachten Sie: die Polizei ruft Sie nie über die Nummer 110 an!
  • Öffnen Sie unbekannten Personen nicht allein die Tür oder lassen Sie sie gar in Ihre Wohnung. Ziehen Sie nach Möglichkeit eine weitere Vertrauensperson hinzu.
  • Bleiben Sie misstrauisch. Bei Zweifeln kontaktieren Sie umgehend Ihre örtliche Polizei oder wählen Sie den Notruf 110!
  • Wichtig: Geben Sie die Hinweise auch an Angehörige oder Nachbarn weiter, von denen Sie wissen, dass diese die Medienberichterstattung nicht so intensiv verfolgen und die von dieser Betrugsmasche nichts erfahren würden.

red



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare