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Vorfall in Hamelner Nordstadt löst Großeinsatz der Rettungskräfte aus

Erdwespen greifen Kindergruppe an – und verfolgen die Flüchtenden

veröffentlicht am 05.09.2016 um 14:03 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:59 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Die Alarmmeldung lautete: „Kindergartengruppe von Wespenschwarm überfallen!“ Die Leitstelle löste „MANV“ aus. Das ist die Abkürzung für „Massenanfall von Verletzten und Erkrankten“. Fünf Notärzte aus Hameln, Bad Pyrmont und Bodenwerder und sechs Rettungs- und Krankenwagen sowie die Feuerwehr fuhren zur Heinestraße, wo die zwölfköpfige Gruppe inzwischen hingegangen war. Schnell stellte sich heraus: Die Lage ist weniger dramatisch, als zunächst angenommen. Die großen und kleinen Patienten wurden untersucht, zwei Erwachsene bekamen Spitzen, die beiden gestochenen Kinder wurden mit Salbe behandelt. Zum Glück habe kein Patient eine allergische Reaktion auf das Insektengift gezeigt, hieß es. Eine allergische Extremreaktion wie ein sogenannter anaphylaktischer Schock kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein. Lediglich ein Junge wurde vorsorglich mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert. Ein mit einem Imkerhut geschützter Feuerwehrmann bekämpfte die äußerst aggressiven Erdwespen mit einem Gift. Auch er wurde gestochen - durch den Lederhandschuh hindurch.

Die Erzieherin sagte, die Gruppe der Großtagespflege des Mütterzentrums sei an einem Graffito vorbeigekommen. „Die Kinder sind von dem bunten Bild magisch angezogen worden.“ Sie habe ein Foto machen wollen – aber dazu sei es gar nicht mehr gekommen. Die Wespen hätten sofort angegriffen und zugestochen. Auf der Flucht in Richtung Heinestraße seien sie von den Erdwespen noch ein ganzes Stück verfolgt worden.

Großeinsatz in der Hamelner Nordstadt: Ein Wespenschwarm hat eine Gruppe Kinder angegriffen. Foto: ube


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