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Sparkassen-Filialen an Klosterstraße und Andeplatz evakuiert / Bombendrohung

Entwarnung nach Bombendrohung in zwei Sparkassen-Filialen in Rinteln

RINTELN. Wegen einer Bombendrohung ist am Freitagmorgen in der Rintelner Innenstadt ein Großeinsatz der Polizei ausgelöst worden. Die Klosterstraße wurde im Bereich der Sparkasse gesperrt, das Gebäude evakuiert. Gegen 9.45 Uhr hatte die Polizei in Rinteln einen anonymen Hinweis auf eine Person erhalten, die angeblich plane, in der Sparkasse eine Bombe explodieren lassen zu wollen.

veröffentlicht am 12.07.2019 um 13:00 Uhr
aktualisiert am 12.07.2019 um 17:07 Uhr

Sparkassen-Vorstand Stefan Nottmeier befand sich gerade im Gespräch mit Marktbereichsleiter Dirk Ackmann, als erste Polizeibeamte in die Geschäftsstelle in der Klosterstraße kamen.

„Aufgrund von Details in dem Hinweis des anonymen Anrufers konnten wir eine Ernsthaftigkeit der Lage nicht ausschließen“, erklärte Axel Bergmann, Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg.

„Das war schon eine sehr unangenehme Situation“, sagte Nottmeier. Gemeinsam beschlossen die Verantwortlichen der Sparkasse und die Polizei, die Filiale in der Klosterstraße zu evakuieren.

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Vor dem Haupteingang in der Klosterstraße versperrt ein Streifenwagen den Weg. Der Polizist erklärt Kunden, dass die Sparkasse geschlossen ist. Foto: la

Die Sicherheit für Kunden, Mitarbeiter sowie deren Unversehrtheit hatte für alle Beteiligte höchste Priorität. Die Evakuierung verlief ruhig und ohne jegliche Komplikationen – aus Sicht der Polizei, vorbildlich.

Zwischenzeitlich waren Unterstützungskräfte von anderen Dienststellen eingetroffen, darunter Kräfte der Bereitschaftspolizei. Sie sperrten die Fußgängerzone im Bereich vor der Sparkasse, sowie die Parkplätze hinter der Sparkasse. Immer wieder mussten die Beamten Fußgänger und Kunden zurückweisen, die trotz Absperrung in die Sparkassen-Geschäftsstelle wollten.

Während der Ermittlungen bekam die Polizei Erkenntnisse, die dazu führten, dass auch die Sparkassen-Geschäftsstelle am Andeplatz, sowie die im Gebäude befindliche Zahnarztpraxis, evakuiert wurden.

Parallel dazu ermittelten Beamte der Rintelner Dienststelle einen angeblichen Verursacher. Dieser Mann aus Rinteln wurde überprüft und konnte glaubhaft beweisen, dass er mit einer möglichen Bombendrohung nichts zu tun hatte. Er hatte nach eigenem Bekunden keinerlei Vorstellung, warum jemand so etwas über ihn behaupten könnte. Die Geschäftsstelle am Andeplatz wurde daraufhin wieder geöffnet.

Gegen Mittag durchsuchten Einsatzkräfte mit insgesamt sechst, speziell ausgebildeten „Sprengstoffsuchhund“ die Geschäftsstelle in der Klosterstraße, denn die Bedrohung dort bestand weiter. Die Hunde fanden aber nichts. Kurz nach 15 Uhr rückten die Einsatzkräfte der Polizei ab und die Sparkassen-Geschäftsstelle wurde geöffnet und nahm den Betrieb wieder auf.

„Wir sind selbstverständlich froh, dass tatsächlich nichts passiert ist,“ betont Axel Bergmann, „Wir werden jedoch alles daran setzen, den Menschen zu ermitteln, der diese Falschmeldung verbreitet hat.“

Am Nachmittag wurde noch die Sparkasse in Steinbergen überprüft, da auch für diese Filiale ein Hinweis eingegangen war. Ob dieser mit dem Einsatz in der Innenstadt in Verbindung stand, ist laut Bergmann noch unklar.

„Wir sind froh, dass nichts weiter passiert ist. Die Polizei hat wirklich tolle Arbeit geleistet. Alles ist hoch professionell abgelaufen und auch die Mitarbeiter, Kunden und Nachbarn haben sich sehr ruhig und verständnisvoll verhalten“, stellte Nottmeier gegenüber dieser Zeitung fest. Auch die Inhaber der Geschäfte in der Nachbarschaft, die für einige Zeit geschlossen wurden, hätten viel Verständnis gezeigt.

So verlief der Einsatz

15:06: Entwarnung: Die Durchsuchung ist abgeschlossen, die Einsatzkräfte rücken ab, auch die Sparkassengeschäftsstelle an der Klosterstraße ist wieder für den Kundenverkehr freigegeben.

13:15: Die Fußgängerzone ist zwischen der Giebelgasse und der Wallgasse voll gesperrt, auch Fußgänger dürfen den Bereich nicht passieren.

12:58: Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass für die Geschäftsstelle am Andeplatz keine Gefährdungslage vorliegt. Die Geschäftsstelle ist ab sofort wieder freigegeben, auch für die danebenliegende Zahnartpraxis wurde Entwarnung gegeben. An der Klosterstraße wird derzeit das Gebäude noch von den Hunden nach einer Bombe abgesucht.

12:50: Die beiden Hunde Ays und Lotte aus Hannover sind im Einsatz. Hund Lotte ist mit seinem Hundeführer und schwerer Ausrüstung im Gebäude an der Klosterstraße. Es handelt sich offenbar um eine Bombendrohung, die Hundeführer suchen nach einer Bombe.

12:18: Die Hundestaffel ist am Einsatzort eingetroffen.

12:10: Auch am Andeplatz ist das gesamte Gebäude evakuiert worden, außerdem wurde zusätzlich die Zahnarztpraxis Wömpner evakuiert. Alle Kunden werden derzeit von SPK Mitarbeitern und Polizei weggeschickt. Es besteht eine großräumige Absperrung rund um das Gebäude.

11:40: Die Einsatzkräfte warten derzeit noch auf Verstärkung. Es wurden Spürhunde angefordert.

11:04: Auch die Sparkassenfiliale am Andeplatz ist betroffen. Die Filialen an Klosterstraße und Andeplatz wurden evakuiert. Es besteht offenbar eine akute und umfassende Bedrohungslage.

11:00: Laut Polizeisprecher Axel Bergmann, wurde aufgrund eines Hinweises die Sparkasse vollständig evakuiert. Die Anwohner werden gebeten, das Gebiet um die Sparkasse herum weiträumig zu meiden.

10:55: Laut ersten Angaben der Polizei handelt es sich möglicherweise um einen Überfall auf die Sparkasse, worum es sich bei dem Einsatz handelt, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Offenbar wurde niemand verletzt. Die Sparkasse bleibt bis zum Nachmittag geschlossen. Die Polizei hat das Gebäude abgesperrt.

(la/odt)



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