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69-Jähriger ist mit Ausgang eines Gerichtsverfahrens unzufrieden / Protestaktion oder Suizidversuch?

Einsatz an der Stadt-Galerie: 69-Jähriger droht vom Parkdeck zu springen

HAMELN. Feuerwehreinsatz an der Stadt-Galerie - Helfer haben am Freitagmittag am Zehnthof einen sogenannten Sprungretter aufgebaut. Ein 69 Jahre alter Mann aus der Region Hannover hatte damit gedroht, vom obersten Parkdeck der Stadtgalerie in die Tiefe zu springen - vis-à-vis dem Amtsgericht Hameln. Der Mann soll mit dem Ausgang eines Gerichtsverfahrens unzufrieden gewesen sein. Polizisten gelang es, ihn zur Aufgabe zu bewegen. Die Straße wurde während des Einsatzes gesperrt.

veröffentlicht am 20.10.2017 um 12:30 Uhr
aktualisiert am 20.10.2017 um 16:40 Uhr

Die Feuerwehr bereitet einen „Sprungretter“. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Er habe sich ungerecht behandelt gefühlt, hieß es. Eigenen Angaben zufolge soll er eine Geldstrafe in Höhe von 600 Euro bezahlen. Es geht wohl um ein Köperverletzungsdelikt. Der 69-Jährige sieht sich offenbar als Opfer. Ob es sich um eine Protestaktion oder um einen Suizidversucht gehandelt hat, steht noch nicht sicher fest. Eine Hamelnerin (55) hatte den auf der Brüstung stehenden Rentner gegen 12 Uhr entdeckt und mit ihm Kontakt aufgenommen. Sie versuchte, ihm sein Vorhaben auszureden. Ein zufällig vorbeikommender Polizeikommissar (29) unterstützte die couragierte Frau dabei. Die Feuerwehr baute am Zehnthof einen sogenannten Sprungretter auf. Es handelt sich um ein zum Teil mit Pressluft gefülltes Polster. Als der Mann ein Stück zur Seite ging, um dem Sprungtuch auszuweichen, gelang es der Hamelnerin und dem Kommissar, den Senior zu ergreifen. 

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