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Rettungsaktionen, ein Unfall, Ölspur, piepende Rauchmelder

Einsätze am Wochenende: Feuerwehr rückt über 25 mal aus

HAMELN. Ein Feuer musste die Hamelner Feuerwehr nicht löschen. Dennoch war es für die Wachschicht ein arbeitsreiches Wochenende. Am Samstag fuhren allein die Rettungswagen über 25 Mal mit Blaulicht vom Hof der Feuerwache – oft halfen die Notfallsanitäter der Feuerwehr bei medizinischen Notfällen. Doch auch piepende Rauchmelder, ein Unfall, kilometerlange Ölspur, eine Tierrettung und zu öffnende Wohnungstüren riefen die Brandschützer auf den Plan. Auch zwei Finger mussten aus Gegenständen befreit werden.

veröffentlicht am 30.07.2018 um 10:36 Uhr

Frontal gegen einen Baum – der Fahrer war kurz eingenickt. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

3.40 Uhr: In der Nordstadt hatten Anwohner einen herrenlosen Hund aufgegriffen. Offenbar war das Tier ausgerissen. Ein Trupp fuhr zur Woltemathestraße und brachte den Vierbeiner ins Tierheim. Lange musste er dort nicht bleiben. „Der wurde gleich am Morgen von den Besitzern abgeholt“, sagte Wachabteilungsführer Andreas Kracht.

7.15 Uhr: Eine kilometerlange Ölspur beschäftigte die Feuerwehr zweieinhalb Stunden lang. Ein landwirtschaftliches Fahrzeug hatte auf der Fahrt von Frenke nach Tündern jede Menge Hydrauliköl verloren. Auf Höhe der Brandenburger Straße endete die schimmernde Spur. Die Kräfte streuten Bindemittel aus und machten das Öl unschädlich. Kollegen aus Emmerthal übernahmen die Arbeit auf den Straßen im Emmerthaler Gemeindegebiet. Wie die Polizei mitteilte, konnte der 46-jährige Verursacher ermittelt werden.

15.41 Uhr: Die Feuerwehr wird in die Notaufnahme des Sana-Klinikums gerufen. Einem Mann muss ein massiver Ring vom Finger entfernt werden. Seine Hand soll angeschwollen gewesen sein, hieß es von den Feuerwehr. Carsten Lange bewies eine ruhige Hand. Mit einem Trennschleifer durchschnitt der routinierte Feuerwehrmann einen massiven Edelstahlring. Während der Hilfsaktion habe man den Finger mit einem unter den Ring geschobenen Löffelstiel geschützt, um den Mann nicht zu verletzen, erklärte Wachführer Kracht.

Viel Aufwand für Nichts: Ein Rauchmelder löste Alarm aus – gebrannt hat es im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Neuetorstraße nicht. foto: fn

16.23 Uhr: Wieder steckt ein Finger fest – diesmal in einer Getränkedose. Die Retter werden zu einem Discounter an der Deisterstraße gerufen. Ein Mann hat vor einem Flaschenpfandautomaten seinen Finger in eine leere Getränkedose gesteckt, bekommt ihn nicht mehr heraus. Notfallsanitäter hatten bereits mit einer Kleiderschere die Blechdose bis zu einem Wulst aufschneiden können. An einer dicken Rundung verweigerte die Schere jedoch ihren Dienst. Klaus Waltemathe und Carsten Lange schneiden die Dose mit stärkerem Werkzeug auf. Der Mann muss wegen einer Schnittverletzung an einer scharfen Kante behandelt werden.

19.17 Uhr: In der Leitstelle läuft automatisch der Alarm der Brandmeldeanlage vom Gebäude der „Familie im Zentrum“ (FIZ) auf. Feuerwehrwehrtrupps inspizieren die Lage im Fachwerkhaus an der Osterstraße. Kurz darauf gibt Einsatzleiter Ulf Magerhans Entwarnung.. Ein Handdruckmelder hatte den Alarm aus unbekannten Gründen ausgelöst.

19.45 Uhr: Auf der Rückfahrt erreicht die Löschtrupps über Funk die nächste Meldung. In einem Mehrfamilienhaus an der Neuetorstraße piept ein Rauchmelder. Die Feuerwehrleute erfahren, dass kein Rauch zu sehen ist. Da sich niemand in der Wohnung im ersten Obergeschoss aufhielt, brachten die Einsatzkräfte eine Drehleiter auf der schmalen Straße in Stellung. Vom Korb aus blickte Klaus Waltemathe in die Wohnung. Einsteigen musste der Feuerwehrmann nicht. Seine Kollegen gelangten durch die Eingangstür in die Wohnung. Gebrannt hatte es nicht, der Melder hatte ohne Grund Alarm ausgelöst.

20.06 Uhr: Ein Feuerwehrfahrzeug rollt nach Tündern. Ein Anwohner der Windmühlenstraße hatte sich ausgesperrt. Die Feuerwehr knackte den Zylinder einer Wohnungstür

22.13 Uhr: Wieder eine Türöffnung, diesmal in der Heinrichstraße in Hameln. Ein Bewohner hatte seinen Schlüssel verloren und die Feuerwehrkräfte gerufen. Kostenlos ist diese Hilfe nicht.

Sonntagfrüh, 6.15 Uhr: Kurz vor Feierabend wird die Schicht zu einem Verkehrsunfall bei Holtensen gerufen. Ein 25 Jahre alter Autofahrer ist mit einem Passat gegen einen Baum geprallt. Der Hessisch Oldendorfer war mit dem Pkw in Richtung Welliehausen unterwegs, als der VW kurz hinter dem Ortsausgang nach links auf den Seitenstreifen geriet, einen Baum touchierte und nahezu frontal gegen einen weiteren Baum prallte. Der Fahrer zog sich Verletzungen zu und wurde in die Sana-Klinik gefahren. Er konnte sich selbst aus dem stark beschädigten Fahrzeug befreien und die Rettungskräfte alarmieren, hieß es von der Polizei. Unfallursache soll ein Sekundenschlaf gewesen sein. Der Mann habe ausgesagt, dass er kurz eingenickt sei, so eine Beamtin. Der Führerschein wurde sichergestellt. Der Passat musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Schaden von über 15 000 Euro. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und räumte Trümmerteile von der Fahrbahn. Die Straße war eine Stunde lang voll gesperrt.



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