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Panzerschrank hält Trennjäger stand

Einbrecher wollen Tresor knacken

FISCHBECK. Gerade erst hat die heimische Polizei zwei mutmaßliche Panzerknacker geschnappt, auf deren Konto mehr als 50 Einbrüche gehen sollen, da wird schon die nächste Tat gemeldet. Unbekannte Täter haben in Fischbeck versucht, einen Tresor aufzuschneiden. Kriminalisten sprechen bei einer solchen Vorgehensweise von einer „kalten Arbeit“, weil kein Schweißbrenner im Spiel war. Tatort diesmal: der Markt „Getränkeblitz Weserbergland“ und die darin befindliche Post-Agentur am Kötnerweg.

veröffentlicht am 08.02.2017 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 08.02.2017 um 17:20 Uhr

„Aus technischen Gründen bleibt unsere Post heute geschlossen“ – Agentur im „Getränkeblitz“ in Fischbeck. Foto: Dana
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Die Einbrecher drückten ein Kellerfenster auf und kletterten in den Getränkemarkt. Dann machten sie sich daran, den vier Zentner schweren Stahlschrank zu knacken. Der Tresor sei hin- und hergewuchtet worden, berichtet Hauptkommissar Jörn Schedlitzki.

Kriminaltechniker des Zentralen Kriminaldienstes aus Hameln haben bei der Spurensuche Metallspäne gefunden. Sie schließen daraus, dass die Diebe versucht haben, den großen Panzerschrank mit einem Trennjäger zu öffnen. Sie mussten ihr Vorhaben jedoch aufgeben.

Im Verkaufsraum und im Büro des Marktes wurden die Schubladen von Schreibtischen durchsucht. Auch in einen Raum, in dem Briefe und Pakete der Post-Agentur gelagert werden, drangen die Täter ein. Sie hätten Briefe und Pakete geöffnet und darin nach Wertsachen gesucht, berichtet Schedlitzki. Was den Einbrechern dabei in die Hände gefallen ist, steht noch nicht fest. Für Sex-Spielzeug haben sich die Diebe jedenfalls nicht interessiert. Sie ließen die ausgepackten Erotik-Sachen liegen.

Spezialisten des Erkennungsdienstes haben am Tatort diverse Spuren gesichert und viele Fotos gemacht. Die Ermittlungen dauern an.

Die Beamten der Polizeistation Hessisch Oldendorf hoffen, dass jemand in der Zeit von Montag, 21 Uhr, bis Dienstag, 6 Uhr, verdächtige Beobachtungen gemacht hat. Wer dunkle Gestalten oder Fahrzeuge gesehen hat, wird gebeten, die Telefonnummer 05152/947490 zu wählen.

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