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Begleiter versteckte offenbar Drogen im Mund

Einbrecher dringt in die Wohnung eines Verstorbenen ein

HAMELN. Ein Mann ist am Mittwochabend an der Kaiserstraße in die Wohnung eines jüngst verstorbenen Hamelners eingedrungen. Als der Täter bepackt mit einer Musikanlage flüchten wollte, stellte sich ihm ein Nachbar in den Weg. Die Fahnder konnten ihn in der Nähe des Tatorts festnehmen. Sein Komplize versteckte in seinem Mund einen Plastikbeutel mit Drogen.

veröffentlicht am 02.06.2016 um 11:41 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:08 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Gegen 20 Uhr hatte eine Frau, die in dem Mehrfamilienhaus wohnt, verdächtige Geräusche gehört. Sie kamen aus der Nachbarwohnung. „Nach dem Tod des Mieters war die Korridortür nur mit Klebeband gesichert worden. Sie ließ sich deshalb leicht aufdrücken“, erklärt Oberkommissar Jens Petersen. Die aufmerksame Nachbarin beobachtete wenig später durch den Türspion, wie ein Fremder mit einem großen Karton auf den Armen die Wohnung des Verstorbenen verließ. Die Zeugin rief einen Nachbarn an und teilte ihm ihre Beobachtungen mit. Der Mann lief sofort die Stufen zur betroffenen Wohnung hinunter. Es gelang ihm, den Unbekannten noch im Treppenhaus abzufangen. Erschrocken ließ der vermeintliche Einbrecher seine Beute fallen und rannte aus dem Haus. Eine weitere Anwohnerin des Hauses wurde ebenfalls auf den Vorfall aufmerksam und machte ein Handyfoto von dem mutmaßlichen Dieb. Die inzwischen alarmierte Polizei war rasch zur Stelle. Die Einsatzbeamten nahmen einen alten Bekannten fest. Der 44-Jährige war zu diesem Zeitpunkt in Begleitung eines Mannes (45) aus Springe. Bei der Durchsuchung des Duos fanden Fahnder im Mund des 45-Jährigen eine Plastikverpackung. Der Mann hatte zuvor versucht, diese zu verschlucken. Das kleine Päckchen, das nach ersten Analysen Betäubungsmittel – möglicherweise Kokain – enthielt, konnte von den Beamten gerade noch rechtzeitig sichergestellt werden.

„Aufmerksame Nachbarn und Nachbarschaftshilfe spielen, wie dieser Fall eindrucksvoll zeigt, eine wesentliche Rolle bei der Verhinderung von Wohnungseinbrüchen und bei der Ergreifung möglicher Täter“, sagt Oberkommissar Petersen – und lobt das Verhalten der Mieter. Hinweise aus der Bevölkerung zu verdächtigen Personen, Fahrzeugen oder andere Beobachtungen seien für die Polizei immens wichtig. Die Chancen, Einbrüche zu verhindern oder Diebstähle aufzuklären und die Täter zu schnappen, stiegen mit der Zahl der Hinweise, sagte der Beamte.



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