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Arbeitsreicher Tag für Hamelner Helfer

Ein Einsatz jagt den nächsten – Feuerwehrleute finden Leiche

HAMELN. Arbeitsreicher Tag für die Hamelner Feuerwehr – die Helfer sind am Montag zu sieben Einsätzen ausgerückt. „Wir waren fast pausenlos unterwegs“, sagt Brandoberinspektor Christian Voss. In einem Fall entdeckten die Feuerwehrleute einen Toten.

veröffentlicht am 14.08.2017 um 18:07 Uhr

Brennt es hinter dieser Tür? Feuerwehrleute knacken das Schloss und schauen nach. Foto: ube.
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Um 0.28 Uhr rückte der Löschzug zum BHW-Gebäude an der Lubahnstraße aus. Auch die Werkfeuerwehr wurde alarmiert. Eine Rettungswagen-Besatzung, die auf der B 217 unterwegs war, hatte gemeldet, dass im Bereich des Gebäudes Rauch aufsteigt. Bei näherem Hinsehen erkannten die Helfer jedoch, dass lediglich Wasserdampf aufstieg. Die Löschmannschaften konnten zur Wache zurückkehren. Noch auf der Rückfahrt wurden sie zu einem Mehrfamilienhaus am Wiebusch gerufen.

In einer Wohnung piepte ein Rauchmelder. Niemand öffnete. Ein Nachbar machte sich Sorgen – er setzte einen Notruf ab. Die Helfer waren rasch zur Stelle. Die Männer entfernten das Türschloss und durchsuchten sämtliche Zimmer. „Es hat zum Glück weder gebrannt, noch war jemand in Not“, sagt Stadtbrandmeister Markus Weber. Der Einsatzleiter lobte das Verhalten des Anrufers: „Er hat absolut richtig gehandelt.“

Um 8.47 Uhr wurde eine kilometerlange Ölspur gemeldet. Sie zog sich vom Reimerdeskamp bis nach Afferde hin. Brandoberinspektor Voss forderte Verstärkung an. Freiwillige aus allen vier Zügen machten sich daran, die glitschige Substanz unschädlich zu machen. Ein VW Passat habe Öl, Benzin und Kühlflüssigkeit verloren, sagte Voss. Die Feuerwehrleute waren noch im Umwelteinsatz, als sie um 10.35 Uhr zum Vogelsang nach Afferde gerufen wurden. An einem Gabelstapler war ein Hydraulikschlauch geplatzt. Gemeinsam mit der Ortswehr Afferde wurde der Ölschaden beseitigt.

Zehn Minuten später erreichte die Helfer der nächste Notruf. In der Nordstadt musste eine Tür geöffnet werden. Es wurde vermutet, dass der Bewohner hilflos in der Wohnung liegt. Der Mann wurde tot aufgefunden. Vermutlich ist er schon vor einigen Tagen eines natürlichen Todes gestorben. Weil plötzlich ein Kohlenmonoxid-Warnmelder anschlug, setzten sich Feuerwehrleute schweren Atemschutz auf und führten Messungen durch.

Am Mittag wurden die Feuerwehrleute noch einmal zu derselben Adresse gerufen. Sie mussten dem Bestatter bei der Leichenbergung helfen.

Um 14.54 Uhr fuhren die Feuerwehren Hameln und Klein Berkel zu einem Haus an der Straße Barchusen. Rauch sollte aus dem Keller wabern. Die Erkundung ergab: Schleifstaub war aus einem Keller durch einen Lichtschacht nach draußen gezogen.



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