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Polizei ahndet im Raum Bad Nenndorf zahlreiche Tempoverstöße

Doppelt so schnell wie erlaubt

SCHAUMBURG. Die Polizei hat in dieser Woche an zehn Stellen im Raum Bad Nenndorf und Rodenberg Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Denn: Zu hohes Tempo zähle nach wie vor zu den Hauptunfallursachen und ziehe bei Verkehrsunfällen meist schwere Verletzungen bei Fahrzeuginsassen nach sich, erklären die Ordnungshüter. Bei den Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten wurden von den Beamten 106 zum Teil erhebliche Geschwindigkeitsverstöße geahndet, wie das Kommissariat Bad Nenndorf am Freitag bilanzierte.

veröffentlicht am 18.03.2017 um 14:21 Uhr

139 Stundenkilometer - dort, wo 70 erlaubt sind. Das ist der Spitzenwert, der gemessen wurde. Symbolbild: Pixabay

Spitzenreiter war ein Autofahrer, der in den frühen Morgenstunden des Mittwochs die Bundesstraße 65 in Richtung Hannover mit 139 Stundenkilometern befuhr – erlaubt waren dort nur 70 km/h. Verstöße in dieser Größenordnung werden mit einem zweimonatigen Fahrverbot und einer Geldbuße von 440 Euro und zwei Punkten in der Verkehrssünderdatei geahndet. Insbesondere auf der B 65 in dem Bereich „am Krater“ wird nach Angaben des Einsatzleiters, Polizeihauptkommissar Stöber, zu den verkehrsarmen Zeiten, wenn auch die Ampel ausgeschaltet ist, erheblich zu schnell gefahren. Dabei ergebe sich dort durch Einmündungen, aus denen Querverkehr auf die Bundesstraße einbiegen kann, ein enormes Gefahrenpotenzial. Ein rechtzeitiges Bremsen dürfte bei diesen Geschwindigkeiten wohl nicht mehr möglich sein.

Auch am Erlengrund in Fahrtrichtung der vielbefahrenen Kreuzung „Drei Steine“ wird in der dortigen 70er-Zone laut Polizei häufig zu schnell gefahren. Spitzenreiter dort war ein Mann, der mit 111 Stundenkilometern auffiel; auch dort sind 70 km/h das Maximum. Hierfür wird nach Abzug einer Messtoleranz immerhin noch ein Bußgeld von 120 Euro fällig; in Flensburg wird ein Strafpunkt eingetragen.

Kontrolliert wurde auch auf der B 442, Ortsumgehung Rodenberg. Dort passieren aufgrund des kurvigen Verlaufs und diverser Einmündungen immer wieder Unfälle. Kommt dann noch erheblich zu hohes Tempo auf der bevorrechtigten Bundesstraße hinzu, sind schwere Folgen programmiert. Nicht ohne Grund sei die Höchstgeschwindigkeit dort im Bereich der Einmündungen Im Seefeld und Deisterstraße auf 70 km/h begrenzt, heißt es.

Anlässlich der Verkehrssicherheitswoche sollten sich Autofahrer auf weitere stichprobenartige Kontrollen, besonders an den beschriebenen Örtlichkeiten, einstellen und ihre Geschwindigkeit im Rahmen des Erlaubten halten, empfiehlt die Polizei. red

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