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Über 100 000 Euro Schaden bei Brand in Kirchohsen / Gebäude derzeit nicht bewohnbar

Das Zuhause verloren

Als Frank Melde am Freitagvormittag den nur zwei Straßen von seinem Wohnhaus entfernten Einsatzort erreicht, erkennt der erfahrene Feuerwehrmann sofort den Ernst der Lage. Dichter Rauch dringt aus den Fenstern eines Einfamilienhauses im Kuckucksweg. In einem Wohnzimmer des Fertighauses ist ein Feuer ausgebrochen.

veröffentlicht am 21.08.2015 um 18:20 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:16 Uhr

Frank Neitz

Autor

Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Kirchohsen. Der erfahrene Feuerwehrmann weiß, dass sich Flammen in diesen Haustypen schnell in Wände und Decken ziehen können. Melde lässt sofort nachalarmieren, fordert weitere Kräfte und die Drehleiter der Hamelner Feuerwehr an.

Schnell stellt sich heraus, dass sich die 48 Jahre alte Hausbesitzerin nicht im Gebäude aufhält. Die Frau ist bei der Arbeit, kann dort erreicht werden. Feuerwehrtrupps tragen schweren Atemschutz, schlagen die Haustürscheibe ein, kämpfen sich durch den schwarzen Rauch zum im Brand stehenden Raum vor. Mit Sprühstrahl gelingt es den Einsatzkräften, die Flammen schnell einzudämmen.

„Wir sind mit Hohlstrahlrohren vorgegangen. Die Trupps haben so wenig Wasser wie möglich eingesetzt , um die Flammen zu löschen“, erklärt Feuerwehrsprecher Jörg Grabandt, wie es den Einsatzkräften gelang, keinen größeren Wasserschaden zu verursachen. Dass das Wohnzimmer komplett ausbrannte, kann die Feuerwehr jedoch nicht verhindern.

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Fast 20 Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind zum Brandort gefahren. Aus Hameln wurde das Drehleiterfahrzeug angefordert. Ein Feuerwehrmann erhält eine Einweisung, ihm wird die Lage erklärt – wenig später begibt sich der Mann ins brennende Gebäude.

Bis in die Nachmittagstunden sind Feuerwehrleute damit beschäftigt, Möbel, Erinnerungsstücke und verkohlte Gegenstände aus dem ausgebrannten Wohnzimmer zu tragen und im Freien abzulöschen. Einsatzkräfte nehmen die Holzverkleidung einer Decke ab, kontrollieren, ob es dort brennt. „Wir haben mit einer Wärmebildkamera nachgesehen und konnten keine weiteren Brandnester feststellen“, sagt Einsatzleiter Frank Melde.

Die Polizei hat das Haus beschlagnahmt. Noch ist unbekannt, warum das Feuer ausgebrochen ist. Brandermittler werden in den kommenden Tagen nach der Brandursache suchen. Ersten Schätzungen nach ist durch das Feuer ein Schaden von mehr als 100 000 Euro entstanden. Der durch das Gebäude gezogene Rauch hinterließ in den Räumen eine dicke Rußschicht. Das Haus ist derzeit nicht bewohnbar. Mehr als nur eine gute Geste: Die Hausbesitzerin ist sofort bei Bekannten untergekommen.



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