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Flasche zerplatzt in Schule / Zwei Verletzte

Chemieunfall: Großeinsatz am Vikilu

HAMELN. Gefahrgutalarm am Viktoria-Luise-Gymnasium: Sonntagnachmittag ist es in einem Fachraum zu einer unerwarteten chemischen Reaktion gekommen. Zwei Personen erlitten dabei leichte Verletzungen. Eine Frau und ein Mann wurden mit Rettungswagen ins Sana-Klinikum gefahren. Die Grütterstraße war abgesperrt. Fast 60 Einsatzkräfte waren bis in den Abend hinein im Einsatz, um einen chemischen Stoff zu bergen.

veröffentlicht am 07.05.2017 um 21:44 Uhr
aktualisiert am 08.05.2017 um 16:55 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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An der Schule wurde kürzlich renoviert, hieß es. Eine Lehrerin (56 Jahre) sei am Sonntag in die Schule gekommen sein, um einen Chemie-Vorbereitungsraum wieder einzurichten, sagte ein Sprecher. Ihr 24-jähriger Sohn soll die Frau zu ihrer Arbeit begleitet haben. Beim Aufräumen habe eine Glasflasche mit Siliciumtetrachlorid offenbar Feuchtigkeit gezogen und sei dann zerplatzt, teilten Einsatzkräfte mit. Es kam zu einer chemischen Reaktion, wodurch sich Salzsäure gebildet haben soll. Mutter und Sohn zogen sich leichte Verletzungen zu.

Um kurz nach 18 Uhr erhielten die Feuerwehrleute der Hauptberuflichen Wachbereitschaft eine Einsatzmeldung. Im Gymnasium an der Grütterstraße hatte eine Brandmeldeanlage Alarm ausgelöst. Eigentlich ein Routineeinsatz für die Feuerwehr. Doch kurz fuhr ein Einsatzfahrzeug nach dem anderen mit eingeschaltetem Blaulicht und Sirenen am Gymnasium vor. Weitere Kräfte wurden nachalarmiert.

Chemie-Unfall an Schule - So dekontaminiert die Feuerwehr ihre Anzüge from Dewezet on Vimeo.

Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an Kräften an. Spezialisten aus Hameln, ein Messwagen aus Flegessen, Notärzte und Rettungsteams fuhren auf den Schulhof. Feuerwehrleute, die sich schweren Atemschutz angelegt und zogen sich Chemikalien-Vollschutzanzüge über. Die Spezialkräfte sollten sich in den Chemieraum begeben, den Gefahrstoff bergen und die Räume lüften.

Spezialkräfte der Feuerwehr waren am Sonntag im Vikilu im Einsatz. Foto: fn

Einsatzkräfte kontaktierten ein Chemieunternehmen. Die Feuerwehrleute wollten sicherstellen, dass der bei der Reaktion entstandene Stoff in von der Feuerwehr genutzten Säcken aus Polyethylen abtransportiert werden kann.

Den überwiegenden Teil der die zwischenzeitlich kristallisierte Substanz konnten die Hamelner Kräfte bergen. Am Abend wurden weitere Feuerwehrleute des Gefahrgutzugs und des ABC-Zugs der Kreisfeuerwehr nachalarmiert. Es stellte sich heraus, dass die Substanz sich in mehreren Räumen verteilt hatte. Der allgemeine Schulbetrieb soll nicht durch den Unfall beeinträchtigt sein, hieß es.



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