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Bus zieht kilometerlange Dieselspur

WESERBERGLAND. Eine mehr als 60 Kilometer lange Ölspur hat am Freitagnachmittag mehrere Feuerwehren und die Straßenmeisterei in zwei Landkreisen beschäftigt. Die Dieselspur zog sich nach Angaben von Brandamtmann Eugen Steiger von der A7 bei Laatzen bis nach Hilligsfeld hin.

veröffentlicht am 11.08.2017 um 17:39 Uhr

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Südlich von Pattensen kam eine Motorradfahrerin auf dem rutschigen Film ins Rutschen und stürzte zu Boden - Sie zog sich nach Angaben der Polizei Arm- und Schulterverletzungen zu. Verursacher der stellenweise extrem schmierigen Spur war ein Reisebus aus dem Landkreis Schaumburg. Als der Fahrer in Hameln einen Leistungsabfall des Motors bemerkte, fuhr er von der Basbergstraße ab und parkte den defekten Bus an der Straße "Am Schöt". Er hatte sich bereits über den hohen Kraftstoffverbrauch gewundert, sagte ein Polizeibeamter. Eine Streife der Hamelner Polizei entdecke den Bus in einer Haltebucht. Freiwillige Feuerwehrleute versprühten auf der Bundesstraße 217 uns "Am Schöt" ein Spezialmittel - es sorgt dafür, dass Bakterien, die in der Umwelt vorhanden sind, Öl rasch in Kohlensäure und Wasser umwandeln können. Das Mittel ist quasi ein Zaubertrank für Mikroorganismen, die auf Treibstoffe und Schmiermittel stehen. Auch in Hachmühlen waren ehrenamtliche Feuerwehrleute im Einsatz. "Weil der Ölfilm äußerst glitschig war, haben wir in Hachmühlen die linke Spur in Richtung Hameln gesperrt", sagte Feuerwehrsprecher Marko Klose. 

Im Motorraum des Omnibusses sei möglicherweise eine Einspritzdruckleitung gebrochen, mutmaßte ein Bergungsexperte. Feuerwehrleute stellten Wannen unter das defekte Fahrzeug und fingen auslaufenden Diesel auf. Eine minimale Menge sei wohl in die Kanalisation gelangt, meinte Steiger. 

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