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Nach Feuer in Diedersen / Bürgermeister sagt Hilfe zu

Brandursache steht noch nicht fest

DIEDERSEN. Der Dachfirst ist mit einer großen Plane abgedeckt. Zwei ausgebrannte Autos stehen unter der verkohlten Holzkonstruktion. Das war zuvor ein Carport. Zwei Tage nach dem Brand an einem Wohnhaus in Diedersen (wir berichteten) ist die Ursache noch nicht ermittelt worden.

veröffentlicht am 02.01.2018 um 16:52 Uhr
aktualisiert am 02.01.2018 um 21:50 Uhr

Im vom Feuer beschädigten Haus kann momentan niemand wohnen. Dach und Fenster sind notdürftig verschlossen. Foto: fn
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Der Brandort ist beschlagnahmt. Kollegen vom Fachkommissariat 1 werden jetzt nachermitteln. Es kann sein, dass auch weitere Sachverständige hinzugezogen werden“, teilte Polizeisprecher Jens Petersen mit. Wohnen kann im Haus an der Straße „Alter Kamp“ zur Zeit niemand. Die Bewohner seien bei Verwandten im Ort untergekommen, so der Hauptkommissar.

Bis in den frühen Morgen hatten Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen die Flammen gekämpft, bis schließlich letzte Glutnester gelöscht waren. „Um kurz vor 5 Uhr haben wir das Haus an die Eigentümer übergeben können“, sagte Coppenbrügges stellvertretender Gemeindebrandmeister Cord Pieper. Nicht, ohne weitere Hilfe anzubieten, wie der Feuerwehrmann erzählt. Auch einen Ratgeber mit Tipps, was nach einem Brand zu beachten ist, habe man den Bewohnern des Hauses überreicht, meinte Pieper.

Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka stehe im Kontakt mit der Familie und habe Unterstützung zugesagt, hieß es von der Gemeinde. Die Bewohner waren für die Zeitung nicht zu sprechen. Eine Hamelnerin meldete sich und wollte die Diederser ebenfalls unterstützen. Sie habe neben Bettwäsche und Handtüchern auch ein Schlafzimmer anzubieten, sagte die Frau.

Mehr als drei Stunden war die Feuerwehr im Einsatz. Foto: ube
  • Mehr als drei Stunden war die Feuerwehr im Einsatz. Foto: ube

„Der Schaden ist höher, als wir zunächst angenommen hatten“, sagte eine Nachbarin, deren Haus vom Feuer ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. So sei nicht nur die Fassade verrußt sowie Rollläden und Fenster zerstört. Ein Zimmer im Gebäude sei nicht bewohnbar, erzählte die Diederserin. Rauch sei durch einen Rollladenkasten in den Raum gezogen, erklärte die Frau.

Wer kommt für einen Schaden an seinem Wohnhaus auf, wenn es nebenan gebrannt hat? Die Nachbarn haben am Dienstag den Schadensfall ihrer Versicherung gemeldet, berichtete die Diederserin. Das ist der richtige Weg, meint eine Expertin. „Betroffene sollten schnell die eigene Wohngebäudeversicherung über den Brandschaden in Kenntnis setzten“, sagte Franziska Lohöfer von der Regionaldirektion der VGH-Versicherung in Hameln. Die Versicherung prüft dann, ob eine andere Versicherung oder ein möglicher Verursacher in Regress genommen wird, so die Versicherungskauffrau aus der VGH-Schadenabteilung. Ein weiterer Vorteil sei, dass so gemeldete Schäden nicht in der Schadenquote des Versicherungsnehmers berücksichtigt werden, meint Lohöfer.



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