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Kommt auch versuchter Mord in Betracht?

Brandstiftung: Tatverdächtiger legt Geständnis ab

HESSISCH OLDENDORF. Der 29 Jahre alte Mann aus Hessisch Oldendorf, der am frühen Sonntagmorgen in der Nähe eines brennenden Altstadthauses vorläufig festgenommen wurde, hat sowohl bei der polizeilichen als auch bei der richterlichen Vernehmung gestanden, das Feuer gelegt zu haben. Das teilte Kommissarin Sandra Heltner mit.

veröffentlicht am 18.09.2018 um 17:38 Uhr
aktualisiert am 18.09.2018 um 19:41 Uhr

Löscheinsatz in der Innenstadt von Hessisch Oldendorf – Flammen schlagen aus dem Dach eines Wohn- und Geschäftshauses. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Hameln erließ Haftbefehl – wegen schwerer Brandstiftung.

Das für Brand- und Tötungsdelikte zuständige 1. Fachkommissariat des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln wird nun die Glaubwürdigkeit seiner Angaben hinterfragen und die Staatsanwaltschaft in Hannover prüfen, ob der Beschuldigte auch wegen versuchten Mordes angeklagt werden muss. Nach Ansicht der Brandermittler hat es sich um ein „gefährliches Feuer“ gehandelt. Flammen waren von einem Hinterhof in das Treppenhaus des Wohn- und Geschäftshauses gezogen. Ein Glück, dass das Gebäude unbewohnt ist und sich in dieser Nacht darin keine Obdachlosen aufhielten. Ihnen wäre der Fluchtweg abgeschnitten worden. „Wäre jemand in dem Haus gewesen, hätte das für ihn böse enden können“, sagte ein Ermittler. Das Feuer war auch auf einen Wohnanbau an der Mittelstraße und auf ein bewohntes Haus an der Langen Straße übergegriffen. Der giftige Rauch, der in das Gebäude gewabert ist, hätte im schlimmsten Fall den Tod von Menschen verursachen können.

Die Ermittlungen gehen weiter. Am Dienstag suchten Brandermittler aus Hameln und Mitglieder der Brandursachenkommission des Landeskriminalamts Niedersachsen in der Ruine nach Spuren. Die LKA-Experten verfügen über eine langjährige Spezialausbildung – sie können Brandverläufe rekonstruieren und systematisch Brand- und Explosionsursachen feststellen. In der Kriminaltechnischen Einsatzgruppe des LKA sind Sachverständige tätig, die auf Anforderung nach der Untersuchung von Brand- und Explosionsstellen Behördengutachten erstellen und diese vor Gericht erläutern.

Schutt und Asche – das Wohn- und Geschäftshaus an der Langen Straße wurde durch das Feuer verwüstet. Foto: ube


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