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Feuerwehr löscht Flammen in Küche

Brand in Hamelner Mehrfamilienhaus

Am Donnerstagabend rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz in einem Mehrfamilienhaus an der Gartenstraße aus. Um kurz nach 21 Uhr war ein Feuer in einer Wohnung im 2. Obergeschoss ausgebrochen, Rauch drang durch ein Fenster.

veröffentlicht am 06.07.2017 um 20:37 Uhr
aktualisiert am 07.07.2017 um 15:58 Uhr

Feuerwehrkräfte haben Schlauchleitungen zur Wohnung gelegt
Frank Neitz

Autor

Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

In einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Gartenstraße ist am Donnerstagabend ein Feuer ausgebrochen. Flammen loderten in einer Küche im 2. Obergeschoss. Der Feuerwehr gelang es schnell, den Brand zu löschen. Die Wohnung ist jedoch nicht mehr bewohnbar. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Streifenpolizisten Ralf Hermes und Regina Zobel waren nach der Alarmierung als erste am Brandort, klingelten die Bewohner aus dem Haus. Angerückte Feuerwehrkräfte legten rasch Schlauchleitungen. Sie brachten einen Lüfter vor der Wohnungstür in Stellung, verhinderten so, dass sich giftige Rauchgase im Treppenhaus ausbreiten konnten.


Ein Löschtrupp kletterte über eine Steckleiter auf einen Balkon und zerschlug die Balkontür, um in die brennende Wohnung zu gelangen. Tobias Schönherr und Klaus Hildebrandt kämpften sich durch tiefschwarze Rauchwolken in den auf weit über 350 Grad aufgeheizten Räumen. Mehrmals mussten die Feuerwehrleute die Sichtscheiben ihrer Atemschutzmasken von Rußpartikeln säubern. Schwarze Partikel setzten sich auch auf dem Display einer Wärmebildkamera nieder. Blicke auf den Bildschirm des Hightech-Gerätes bot den Männern die einzige Möglichkeit, sich in den Zimmern zurechtzufinden. In der Küche stießen Hildebrandt und Schönherr auf das offene Feuer. Nachdem sie die Flammen mit mehreren Sprühstrahls eingedämmt hatten, suchten die Retter die Wohnung nach Personen ab. Zu der Zeit wussten die Einsatzkräfte noch nicht, dass der Bewohner vor Ausbruch des Brandes das Haus verlassen hatte. Feuerwehrleute trugen nach den Löscharbeiten verbrannte Elektrogeräte ins Freie. Gut möglich, dass ein technischer Defekt an einem der Geräte den Brand auslöste – vermutlich an ein Geschirrspüler, wie Beamte zunächst annahmen. Brandursachenermittler haben sich am Freitag an ihre Arbeit gemacht. Das Ergebnis ihrer Spurensuche soll Gewissheit bringen. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Der Mieter soll anderweitig untergekommen sein, heißt es. In der darunterliegenden Wohnung soll es zu Wasserschäden gekommen sein. Allerdings nicht durch Löschwasser. Die Feuerwehr benötigte lediglich zirka 100 Liter, um das Feuer zu ersticken, erklärte Einsatzleiter Thomas Breitkopf – der Rest sei aus Wasserleitungen gelaufen. Die extreme Hitze soll Zinn an den Lötstellen der Leitung geschmolzen haben.

Lagebesprechung der Feuerwehr.


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