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Fahrraddiebstähle nehmen zu / Ermittler suchen Eigentümer

Bis zu 60 Fahrräder im Polizei-Keller

veröffentlicht am 13.10.2016 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:56 Uhr

Frank Neitz

Autor

Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Nach Dieben zu fahnden ist eine Sache. Sichergestellte Beutestücke ihren Eigentümern zuordnen zu können, eine ganz andere– und oftmals wesentlich schwierigere. Gerade dann, wenn der Diebstahl eines Gegenstands nicht zur Anzeige gebracht wurde.

Wie bei einem Fahrrad, dessen rechtmäßigen Eigentümer Kriminalbeamte jetzt ermitteln möchten. Das weiße Mountainbike der Marke Ruhrwerk wurde am 2. Oktober bei einer Kontrolle an der Hamelner Bahnhofstraße von Polizeibeamten sichergestellt. „Die Person, die das Fahrrad mit sich führte, konnte weder einen Eigentumsnachweis erbringen, noch uns ausreichend plausibel die Herkunft des Rades erklären“, sagt Polizeioberkommissar Jens Petersen. Für die Ermittler liegt der Verdacht nahe, dass das Mountainbike geklaut wurde. Die Beamten bitten den Eigentümer des Modells Bergauf, sich mit Dienststelle in der Lohstraße unter der Telefonnummer 05151 933-222 in Verbindung zu setzen und sein Rad entgegenzunehmen.

Auch aus Platzgründen. Das ist bei der Anzahl von Fahrrädern, die bei der Polizei im Keller lagern, plausibel. „Im Durchschnitt stehen 20 bis 30 Fahrräder bei uns , zu Spitzenzeiten auch mal bis zu 60“, weiß Petersen. Dabei unterscheiden die Beamten zwischen reinen Fundrädern– die herrenlos herumstanden und sichergestellt wurden – sowie Rädern, bei den der Verdacht besteht, dass sie schlichtweg geklaut wurden. „Sei es aus einen Diebstahl oder von einem Hehler. Bei den Fahrrädern entscheidet dann die Staatsanwaltschaft über deren Verbleib “, so der Polizeisprecher.

In einigen Fällen landen die dann aber auch bei den aufgefundenen Drahteseln. „Meldet sich kein Eigentümer, holt der Bauhof der Stadt Hameln die Fahrräder ab. Nach einer gesetzlich festgelegten Wartefrist von mindestens sechs Monaten gehen die Fahrräder meistens in eine Versteigerung“, erklärt der Pressesprecher Petersen den Verbleib der Fundstücke.

Im Bereich der Polizeiinspektion werden immer mehr Räder geklaut. Der beste Schutz gegen Fahrraddiebe ist immer noch ein adäquates Schloss. Stabile Bügelschlösser und Panzerkabel sind laut Polizei besonders gut geeignet. Ein polizeilicher Fahrradpass dagegen hilft, gestohlene Räder zweifelsfrei zu identifizieren – und den „Fuhrpark“ im Polizeikeller nicht übermäßig anwachsen zu lassen. Im Pass sind neben Rahmennummer und Codierung auch Name und Anschrift des Radbesitzers notiert.



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