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Zwei Fälle - ein Tatort

Bewaffnete Männer auf frischer Tat beim Klauen ertappt

HAMELN. Zwei Männer sind am Dienstag in einer Hamelner Drogerie auf frischer Tat beim Klauen ertappt worden – beide waren bewaffnet: Ein 40 Jahre alter Hamelner habe ein Rasiermesser, ein 17-Jähriger ein Klappmesser griffbereit dabeigehabt, sagte Hauptkommissar Jens Petersen. Das verschärfe die Situation – auch strafrechtlich.

veröffentlicht am 24.01.2018 um 13:30 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite

Diebstahl mit Waffen werde härter bestraft. Der 40-Jährige soll eine Flasche Parfum im Wert von mehr als 100 Euro aus einem Regal genommen und in seinen Schal gewickelt haben. Als er das Geschäft in der Stadtgalerie verließ, ohne bezahlt zu haben, wurde er nach Angaben der Polizei von einem Ladendetektiv abgefangen. „Wutentbrannt warf der Ertappte die Beute auf den Boden“, sagte Petersen. Die Polizeibeamten, die aufgrund der anfänglichen Aggressivität des Mannes hinzugezogen worden waren, entdeckten in der Jackentasche des Beschuldigten ein Rasiermesser.

Im zweiten Fall wurde ein 17-Jähriger erwischt. Der Jugendliche aus Salzhemmendorf soll sich um 10.40 Uhr in der Schmuckabteilung der Drogerie einen Herrenring eingesteckt haben. Fatal dabei: Bei der Durchsuchung des jungen Mannes wurden zwei Messer zutage gefördert. Ein Klappmesser befand sich griffbereit in der Jackentasche. Ein weiteres Messer, das als EC-Karte getarnt war, steckte im Portemonnaie des Beschuldigten.

„Die Tatverdächtigen müssen sich, da sie während der Tatausführung Waffen bzw. gefährliche Gegenstände mit sich führten, nicht nur wegen einfachen Diebstahls verantworten, sondern wegen eines qualifizierten Straftatbestandes, der eine deutliche Strafschärfung beinhaltet“, erklärt der Hauptkommissar. Grund: Mitgeführte Waffen oder gefährlichen Gegenstände können jederzeit als Angriffs- und Verteidigungsmittel eingesetzt werden – „zum Beispiel, um sich aus einer bevorstehenden oder bereits erfolgten Festnahmesituation zu befreien“.

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