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Zigaretten mit falschem 50-Euro-Schein bezahlt

Bewährungsstrafe für 26-Jährigen

RINTELN. Nach dem Kauf einer Schachtel Zigaretten mit einem falschen 50-Euro-Schein ist ein Monteur aus dem Ruhrgebiet nun zu einer siebenmonatigen Freiheitsstrafe mit Bewährung verurteilt worden. Der 26-Jährige hatte an einem Kiosk in Steinbergen die Packung gekauft, 44 Euro Wechselgeld an sich genommen und dann fluchtartig den Ort verlassen. Dabei verursachte er mit seinem Auto beinahe noch einen Unfall.

veröffentlicht am 04.10.2017 um 16:37 Uhr

Foto: pixabay
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Im Herbst 2015 suchte der Angeklagte am frühen Abend in Arbeitskleidung den Kiosk auf. Es war sehr voll, es hatte sich bereits eine Schlange gebildet. Der Mann bat um eine Schachtel Zigaretten und legte einen 50-Euro-Schein hin. Während die Verkäuferin die Ware und das Wechselgeld aushändigte, kontrollierte sie mit einem Prüfstift den Schein. In dem Moment, als die Frau merkte, dass es sich um Falschgeld handelte, rief sie: „Halt! Stopp!“ Der Angeklagte rannte jedoch weg, die Verkäuferin hinterher. Er stieg schnell in sein Auto und fuhr rasch in Richtung Rinteln davon. Dabei nahm er noch einem Reisebus die Vorfahrt. Dessen Fahrer musste bremsen, konnte aber einen Zusammenstoß verhindern. Der Verkäuferin gelang es jedoch, sich das Kennzeichen des flüchtenden Autos zu notieren. Durch eine Halterfeststellung geriet daraufhin der Monteur ins Visier der Fahnder. Später ergab ein Gutachten der Deutschen Bundesbank, dass der 50er falsch war. Vor Gericht äußerte sich der 26-Jährige nicht zu dem Vorwurf. Die Verkäuferin war sich bei einer Wahllichtbildvorlage bei der Polizei ziemlich sicher, dass der Angeklagte der Täter war. „Ja, definitiv“, sagte sie nun vor Gericht und identifizierte zweifelsfrei den 26-Jährigen als denjenigen, der am Kiosk war. In die Verurteilung wegen Inverkehrbringens von Falschgeld bezog Richter Christian Rost eine frühere Entscheidung ein. Dabei ging es um ein Urteil des Amtsgerichts Essen, das gegen den Monteur im Januar wegen vier „Schwarzfahrten“ sechs Monate auf Bewährung verhängt hatte. maf

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