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Nach Auffahrunfall

Betrunkener schlägt Unfallgegner und leistet Widerstand

Hameln. Zunächst sah alles nach einem „normalen“ Auffahrunfall am Fort Luise aus, zu dem eine Streifenwagenbesatzung der Polizei Hameln am Montag gegen 17 Uhr gerufen wurde. Doch es sollte anders kommen.

veröffentlicht am 25.07.2017 um 13:26 Uhr
aktualisiert am 25.07.2017 um 18:40 Uhr

Ein 56-jähriger Autofahrer aus Hameln hatte mit einem Fiat Punto die Pyrmonter Straße stadtauswärts befahren. Unmittelbar vor der Einmündung „Fort Luise“ prallte ein von hinten schnell herannahender Nissan Micra in das Heck des Fiats. Die Insassen blieben unverletzt. Der Schaden wird auf fast 6000 Euro geschätzt. Ein Zeuge berichtete den Polizisten, dass er kurz vor dem Zusammenstoß von dem Nissan mit überhöhter Geschwindigkeit überholt worden sei.

Der 56-jährige Fiat-Fahrer gab während der Unfallaufnahme gegenüber den Beamten an, dass er vor dem Eintreffen der Polizei von dem Nissan-Fahrer (63) grundlos geschlagen worden sei. Außerdem soll der aggressiv auftretende Mann gegen den Fiat getreten und diesen dadurch zusätzlich beschädigt haben. Auch habe der Mann zwischendurch versucht, rückwärts mit seinem Nissan davonzufahren. Dieses misslang dem Hamelner jedoch.

Als die Beamten, die den Unfall aufnahmen, den 63-Jährigen zu diesen Vorwürfen befragen wollten, soll dieser stark gestikulierend und in drohender Haltung auf die Polizisten zugegangen sein. Eine Verständigung mit ihm sei nicht möglich gewesen, heißt es. Im Gegenteil: Der Unfallverursacher habe den 54-jährigen Hauptkommissar angegriffen. Der Beamte habe den Angriff abgewehrt und mit seinem 36-jährigen Kollegen versucht, den Aggressor zu bändigen. Dieser habe weiterhin Widerstand geleistet. Der 36-jährige Oberkommissar wurde bei dem Handgemenge leicht verletzt.

Schließlich gelang es den Beamten, den Betrunkenen unter Kontrolle zu bekommen. Bevor er in eine Gewahrsamszelle gebracht wurde, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Der Führerschein des Mannes wurde beschlagnahmt. Nun erwarten ihn Strafverfahren wegen der Verursachung eines Verkehrsunfalls infolge Alkohols, wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstands gegen Polizeibeamte. red



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