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Offenbar ausländerfeindlicher Überfall im Bürgergarten

Betrunkener hält Afrikaner Gaspistole an den Kopf

Hameln. Im Bürgergarten hat sich am Dienstagabend ein offenbar ausländerfeindlicher Überfall ereignet - ein in Russland geborener Deutscher, der in Hameln wohnt, soll einem Afrikaner eine Gaspistole an den Kopf gehalten haben. Zuvor soll er sich abfällig über Ausländer geäußert haben. 

veröffentlicht am 23.09.2015 um 14:12 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:14 Uhr

Ulrich Behmann

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Chefreporter zur Autorenseite

Ein junger Mann aus Salzhemmendorf bewies Mut – er entriss dem stark alkoholisierten 44-Jährigen die Waffe. Der Mann, der einen Karton mit einem Samurai-Schwert unter dem Arm trug, wurde vorläufig festgenommen und in eine Zelle gesperrt. Sein Atemalkoholwert habe 2,4 Promille betragen, sagte Am Mittwoch Kriminalhauptkommissar Heinz Mikus. Nach der Ausnüchterung wurde der Verdächtige auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wird wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt. Pistole und Schwert – es handelt sich nach Angaben der Polizei um eine Deko-Waffe mit stumpfer Klinge – wurden beschlagnahmt. Der Hamelner sei schon häufig polizeilich in Erscheinung getreten, sagt Mikus. Nach Informationen der Dewezet ging es um Bedrohung, Beleidigung und Körperverletzungsdelikte. Im alkoholisierten Zustand soll er sich des Öfteren gegenüber seinen Nachbarn aggressiv verhalten haben.
Gegen 18.15 Uhr betrat der 44-Jährige den Bürgergarten. Er traf dort auf die drei Afrikaner (21, 36, 40), die sich schon längerer Zeit in Hameln aufhalten. Zunächst soll der Mann gesagt haben: „Was sich hier so alles in Deutschland aufhält.“ Dann soll er eine Gaspistole aus dem Hosenbund gezogen haben und sie dem 40-Jährigen aus Nigeria an den Kopf gehalten haben. Vier Augenzeugen griffen couragiert ein. Einem jungen Salzhemmendorfer gelang es, den Täter zu entwaffnen. Andere Ersthelfer riefen die Polizei.



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