weather-image
Fahnder ziehen zahlreiche Sünder aus dem Verkehr

Betrunken, bekifft, geflüchtet – oder viel zu schnell gefahren

HAMELN. Alkohol, Drogen, Raserei – einige Autofahrer werden wohl demnächst ihren Führerschein abgeben müssen. Die Polizei hat am Wochenende jedenfalls diverse Sünder aus dem Verkehr gezogen. Nun sind Rechtsmediziner, Juristen und Mitarbeiter der Straßenverkehrsbehörden am Zug.

veröffentlicht am 06.11.2017 um 17:26 Uhr

„Haben Sie Alkohol getrunken oder Drogen konsumiert?“ – Polizeibeamte kontrollieren in Hameln Autofahrer. Foto ube
Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Am Samstag um 21.50 Uhr wurde ein Autofahrer (43) auf der Fischbecker Straße in Hameln kontrolliert. Der in Hameln lebende Mann sei alkoholisiert gewesen, sagte Oberkommissar Jens Petersen. Der Atemwert habe bei mehr als 1,5 Promille gelegen. Nach der Blutprobe wurde der Führerschein sichergestellt.

Bereits zwei Stunden zuvor hatten Fahnder auf der Bundesstraße 1 in Coppenbrügge einen Renault-Fahrer angehalten. Der 59-Jährige aus Coppenbrügge war ebenfalls alkoholisiert. Sein Wert: fast 0,6 Promille. Da er keine Ausfallerscheinungen hatte, durfte er seinen Führerschein behalten.

Um 17.35 Uhr fuhr ein 54-Jähriger beim Einparken am 164er Ring in Hameln gegen einen geparkten Ford. Der Emmerthaler flüchtete vom Unfallort. Als er angetroffen wurde, stand er unter dem Einfluss von Alkohol und Medikamenten. Ein Test ergab eine Atemalkoholkonzentration von mehr als 2,5 Promille. Dem Verdächtigen wurden gleich zwei Blutproben entnommen, die nun von Rechtsmedizinern analysiert und ausgewertet werden müssen. Der Führerschein des Audi-Fahrers wurde beschlagnahmt.

Kurz vor Mitternacht geriet das Auto eines 18 Jahre alten Mannes auf der Kreisstraße 74 bei Bakede von der Fahrbahn ab. Der VW Polo prallte gegen einen Baum . Der junge Mann aus dem Landkreis Schaumburg blieb zum Glück unverletzt. Jedoch stand er unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Auf die Blutentnahme folgte die Sicherstellung des Führerscheins.

Am frühen Sonntagmorgen gegen 6 Uhr fiel einer Streife an der Straße „Zehnthof“ ein Opel-Fahrer (24) auf. Eine Kontrolle ergab, dass der Hessisch Oldendorfer über 1,2 Promille intus hatte. Der Führerschein wurde sichergestellt.

Stark alkoholisiert wurde gegen 16 Uhr ein Autofahrer (62) auf dem Autositz seines Suzuki in Tündern entdeckt. Wie viel er getrunken hatte, steht noch nicht fest. „Wir müssen in diesem Fall das Ergebnis der Blutuntersuchung abwarten“, sagt Petersen. „Ein Alkotest war nicht möglich. Der Führerschein wurde trotzdem einbehalten.“

Am Sonntagabend gegen 22.50 Uhr habe man auf dem Münchhausenring in Hessisch Oldendorf eine junge Autofahrerin (20) überprüft, hieß es. „Die Fahrerin eines VW Golf stand unter Drogeneinfluss. Sie durfte zunächst ihren Führerschein behalten; die Weiterfahrt wurde ihr jedoch untersagt“, erzählt Petersen.

Ebenfalls seinen Führerschein behalten kann vorerst ein Fiat-Fahrer (29) aus Nordrhein-Westfalen, der bereits am Freitag gegen 3.15 Uhr in Coppenbrügge offenbar unter dem Einfluss von Haschisch stand. Blutentnahme, Weiterfahrt untersagt.

Mit einem Fahrverbot und einem hohen Bußgeld muss ein 21 Jahre alter Seat-Fahrer aus Hameln rechnen, der in der Nacht von Freitag auf Samstag auf der Pyrmonter Straße in Hameln (zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h) mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Eine Messung um 0.40 Uhr ergab eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2017
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare