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Zwei Alkoholfahrten in einer Nacht - am Morgen Unfall

Betrunken am Steuer, Kinder im Auto, Unfall gebaut - mehr Rowdy geht nicht

HESSISCH OLDENDORF/HAMELN. Ein 35-jähriger Hamelner, der in der Nacht zweimal betrunken hinterm Steuer gesessen haben soll, soll am Mittwochmorgen auch für einen Unfall auf der Kaiserstraße verantwortlich sein. Die Polizei hatte den Mann in der Nacht auf Mittwoch gleich zweimal hinter dem Steuer eines Autos angetroffen. Autofahren durfte der 35-jährige Mann eigentlich nicht. Er hat keinen Führerschein. Bei den Kontrollen soll der Mann alkoholisiert gewesen sein, heißt es. Beim ersten Mal habe der Hamelner zwei kleine Kinder im Wagen .

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Am späten Dienstagabend gegen 21:50 Uhr, ging bei der Hamelner Polizei telefonisch der Hinweis auf einen Mann ein, der soeben in einem Hessisch Oldendorfer Ortsteil seine zwei kleinen Kinder offensichtlich betrunken in seinen PKW setzte, um anschließend mit dem PKW loszufahren. Im Rahmen der Fahndung konnte der PKW am Fahrbahnrand stehend, angetroffen werden. Der 35-jährige Fahrzeughalter aus Hameln saß auf dem Fahrersitz, seine zwei kleinen Kinder (5 und 6) befanden sich mit im VW Touran. Der offensichtlich alkoholisierte Fahrzeughalter bestritt jedoch vehement, den PKW geführt zu haben, und verweigerte jegliche Kooperation.

Bei der Überprüfung seiner Personalien stellte sich heraus, dass er gar nicht mehr im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Diese wurde ihm schon wegen Trunkenheitsdelikten durch ein Gericht entzogen. Während er die Kollegen zur Hamelner Dienststelle zu einer Blutentnahme begleiten musste, wurden seine kleinen Kinder vor Ort von einem Verwandten zusammen mit seinem PKW abgeholt.

Nach den polizeilichen Maßnahmen wurde er auf der Hamelner Dienststelle dann entlassen. Fast dreienhalb Stunden später ging auf der Hamelner Wache der Anruf eines Verkehrsteilnehmers ein, der angab, dass im Bereich der Hamelner Basbergstraße ein PKW sehr auffällig herumfahren würde. Als der Anrufer den Beamten das Kennzeichen des PKW nannte, staunten diese nicht schlecht. Es handelte sich wieder um den bereits bekannten VW Touran.

  • Foto: fn

Auch dieses Mal saß wieder der 35-Jährige hinter dem Steuer und bestritt den PKW geführt zu haben. Abermals musste er sich einer Blutentnahme unterziehen. Es wurde ein zweites Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Um eine erneute Straftat zu verhindern, musste der uneinsichtige Mann den Rest der Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen.

Auch für einen Unfall am Mittwoch auf der Kaiserstraße soll der Mann verantwortlich sein. Der Fahrer flüchtete von der Unfallstelle. Eine Hamelnerin (34) fuhr mit einem Mercedes in Richtung Bahnhof, als ihr ein VW Touran an der Sertürnerstraße die Vorfahrt nahm. Die Wagen stießen zusammen. Der Touran-Fahrer gab nach der Kollision Gas und flüchtete. Das von Zeugen abgelesene Kennzeichen brachte die Polizei auf die Spur zum 35-Jährigen. Der gesuchte VW wurde bei einer Fahndung gefunden. Der Wagen stand beschädigt an der Gertrudenstße. Den Fahrzeughalter – er soll laut Zeugenaussagen dem Unfallfahrer sehr ähnlich sehen – stellten Polizeibeamte in seiner Wohnung. „Aufgrund fortdauernder Alkoholbeeinflussung“ wurde ihm laut Polizei erneut eine Blutprobe entnommen. Der Touran wurde sichergestellt.

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