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Hamelner bei Haustürgeschäft falschen 50-Euro-Schein angedreht

Betrüger zahlt mit „Blüten“ für Ebay-Kauf

HAMELN. „Das war eine echt abgewichste Masche“ – wenige Stunden, nachdem ihn ein Betrüger über das Ohr gehauen hat, ist der Hamelner immer noch sauer. Ein Unbekannter hat ihm bei einem privaten Haustürgeschäft einen falschen 50-Euro-Schein untergejubelt. Als der 50-Jährige den Betrug bemerkte, hatte sich der Täter bereits abgesetzt.

veröffentlicht am 05.03.2019 um 07:30 Uhr
aktualisiert am 05.03.2019 um 15:51 Uhr

In Hameln ist ein falscher Fünfziger aufgetaucht. Foto: dpa
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite

Der Hamelner hatte auf dem Verkaufsportal „Ebay-Kleinanzeigen“ für 10 Euro Spielzeug seiner Tochter zum Verkauf angeboten. Nur wenige Minuten, nachdem das Angebot im Internet eingestellt war, meldete sich schon ein vermeintlicher Käufer. Die Männer wurden sich schnell einig. „Miguel“, so nannte sich der Interessent, wollte die Ware am nächsten Tag in Hameln abholen, sagt der Betrogene. Eine Bitte hatte der Käufer noch: Da er mit einem 50-Euro-Schein zahlen wollte, sollte der Verkäufer 40 Euro Wechselgeld parat halten. Er selbst habe es eilig.

„Der war richtig hektisch, als er bei mir im Flur stand und das Spielzeug abholte“, erinnert sich der 50-Jährige. Und schnell weg war er auch, nachdem Ware und „Geld“ den Besitzer gewechselt hatten.

Als der Verkäufer wenig später den Geldschein in sein Portemonnaie stecken wollte, wurde er stutzig. „Der 50er sah blass aus“, so das Opfer. Er ließ den Schein an der Kasse einer Tankstelle überprüfen. Es handelte sich um Falschgeld, was ihm auch ein Oberkommissar im für Betrugsdelikte zuständigen Fachkommissariat 3 bestätigte. Der 50-Euro-Schein wurde von der Polizei sichergestellt.

Der Hamelner hat auf Facebook andere auf die Betrugsmasche aufmerksam gemacht. Er will nicht, dass noch weitere auf die Betrüger hereinffallen. „Das scheint eine neue Masche zu sein“, meint der Beamte. Bislang habe die Hamelner Polizei noch keine Anzeige aufnehmen müssen, nachdem Falschgeld in Verbindung mit Verkäufen bei Ebay-Kleinanzeigen in Umlauf gebracht wurde, so der Polizeibeamte. Der Betrüger könnte 25 bis 28 Jahre alt sein und längere dunkler Haare haben. Der Mann sprach akzentfrei Deutsch, sagt das Opfer. Wenn Euro-Geldscheine gekippt werden, verändern sich die Hologrammelemente. Wird eine echte Banknote gegen das Licht gehalten, ist das Wasserzeichen im unbedruckten Bereich als Schattenbild zu erkennen. Auf der Vorderseite von echten Banknoten sind Teile des Druckbildes etwas erhaben und können gefühlt werden.



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