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45-jähriger Autofahrer reagiert nach Unfall aggressiv

Beiß-Attacke auf Polizisten

Coppenbrügge/Bad Münder. Eigentlich ein ganz normaler Einsatz: Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 1, Fahrer möglicherweise alkoholisiert. An der Unfallstelle mussten die beiden Polizisten jedoch erst einmal verhindern, dass der Mann auf die Fahrbahn rennt. Später versuchte er dann zu flüchten, biss einen der Beamten und verletzte auch eine Polizistin. Nun ist der 45-Jährige in der Psychiatrie.

veröffentlicht am 19.10.2015 um 15:06 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 08:55 Uhr

Jens

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Der Einsatz war für den 24-jährigen Polizisten und seine 29-jährige Kollegin zunächst Routine: Sie wurden an die Bundesstraße 1 bei Coppenbrügge gerufen, weil dort ein alkoholisierter Mann mit einem Auto in eine Leitplanke gefahren sein sollte. Vor Ort stellten die Polizisten fest, dass der Unfallfahrer, 45 Jahre alt, nicht unter Rauschmitteleinfluss stand, sondern offenbar psychische Probleme hatte. „Er machte einen stark verwirrten und orientierungslosen Eindruck, schien unter Wahnvorstellungen zu leiden“, erklärt Polizeisprecher Jens Petersen. Der Mann versuchte mehrfach, auf die nicht beleuchtete Fahrbahn zu laufen, musste vor herankommenden Autos von den Polizisten von der Straße gezogen werden. Zu seinem eigenen Schutz und zur Verhinderung einer Gefährdung anderer sollte er zur Dienststelle gebracht werden. Während der Fahrt erklärte der Unfallfahrer, er müsse sich übergeben. Als der Streifenwagen bei Hohnsen anhielt, rannte der Mann auf der Brullser Straße davon. Die Polizisten holten ihn ein, doch er leistete heftige Gegenwehr, biss den 24-jährigen Polizisten und verletzte auch dessen Kollegin. Die versuchte, durch Reizgas-Sprühstöße weitere Beißattacken zu verhindern, doch der 45-Jährige zeigte sich nach Polizeiangaben vom Reizgas unbeeindruckt und attackierte die Beamten weiter. Erst mithilfe einer zufällig vorbeifahrenden Rettungswagenbesatzung und weiteren Polizisten aus Hameln gelang es, den Mann unter Kontrolle zu bringen. „Nach amtsärztlicher Begutachtung wurde er in eine psychiatrische Fachklinik eingewiesen“, erklärt Petersen. Die beiden münderschen Polizisten mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.



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