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Kommissare stellen 150 Gramm Marihuana sicher

Bei Drogensuche in der Nordstadt – drei Polizisten verletzt

HAMELN. Im Keller eines Hauses in der Hamelner Nordstadt haben Kommissare in einem Versteck 150 Gramm Marihuana entdeckt und beschlagnahmt. Die Beamten hatten den Hinweis eines Zeugen überprüft. Während des Einsatzes wurden drei Polizisten (26, 27, 27) verletzt. Ein 18-Jähriger habe die Kollegen attackiert, sagte Kommissarin Sandra Heltner.

veröffentlicht am 18.05.2018 um 13:25 Uhr

ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Gegen den Hamelner sei ein Strafverfahren eingeleitet worden – wegen Widerstands gegen Vollzugsbeamte. Auch gegen einen 16-Jährigen wird ermittelt: Dem Nutzer des Kellerraumes wird der illegale Handel mit Betäubungsmitteln vorgeworfen.

Ein Bürger hatte die Ermittler auf die Spur des mutmaßlichen Dealers geführt. Als der Mann, dem die Drogen gehören sollen, einen Funkwagen sah, der sich dem Haus näherte, versuchte er sofort, das Weite zu suchen. „Er hat jedoch nicht damit gerechnet, dass ihm noch eine zweite Streife auf den Fersen war“, sagte Sandra Heltner. Dieser Besatzung gelang es, den Hamelner nach kurzer Verfolgung einzuholen. „Auch dabei waren es wieder Bürger, die uns geholfen und den entscheidenden Hinweis zur Ergreifung des Mannes gegeben haben“, sagte die Polizistin. Polizeibeamte ließen sich von dem Zeugen zu einem Keller führen, aus dem Marihuana-Geruch strömte. Vielleicht lag es auch daran, dass jemand vor der Tür eine kleine Menge Rauschgift verloren hatte. „Nach kurzer Rücksprache mit den Kollegen haben die Beamten den 18-Jährigen aufgefordert, den Schlüssel für den Keller herauszugeben“, schildert die Kommissarin den weiteren Verlauf. Als sich der Mann beharrlich weigerte, wollte ihm ein Kommissar (27) den Schlüssel abnehmen. „Der Beschuldigte wehrte sich massiv und schlug und trat um sich.“ Er habe drei Ermittler getroffen und verletzt. Die Beamten mussten ärztlich versorgt werden. Sie seien aber weiterhin dienstfähig, hieß es.

Gewalt gegen Polizeibeamte – das ist mittlerweile leider beinahe alltäglich geworden. Polizisten werden bespuckt, getreten, geschlagen, mit Steinen beworfen oder mit Reizgas besprüht (wir berichteten). In diesem Jahr wurden bereits zahlreiche Beamte Opfer von Attacken. Allein in den Monaten März, April und Mai zogen sich 17 heimische Ordnungshüter Verletzungen zu.

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