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Schrecklicher Unfall bei Grohnde / B83 fast fünf Stunden gesperrt

Autofahrer verbrennt im Wrack

GROHNDE. Auf der Platanenallee bei Grohnde hat sich am frühen Donnerstagmorgen ein schrecklicher Verkehrsunfall ereignet. Ein Lieferwagen ist aus bislang unbekannter Ursache von der Bundesstraße 83 abgekommen, gegen einen Baum geprallt, umgestürzt und kurz danach in Flammen aufgegangen. Der Fahrer verbrannte im Wrack. Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 21 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Nienburg/Weser.

veröffentlicht am 17.08.2017 um 05:17 Uhr
aktualisiert am 17.08.2017 um 19:03 Uhr

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Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Notarzt, Rettungsdienst und die Feuerwehren Grohnde, Lüntorf und Kirchohsen waren um 5.08 Uhr alarmiert worden. Zwischen Grohnde und Hehlen sollte ein Fahrzeug brennen. Bei der Leitstelle waren innerhalb kürzester Zeit mehrere Notrufe eingegangen. Zunächst wurde mitgeteilt, eine Person sitze noch im Auto. Dann hieß es, jemand liege unter dem Wagen. Ein anderer Anrufer teilte mit, zwei Menschen seien verletzt worden.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Kay Leinemann, der in Grohnde wohnt, traf als Erster am Unfallort ein. Zunächst sah er nur Flammen. Er versuchte vergeblich, den ausgedehnten Fahrzeugbrand mit einem Pulverlöscher einzudämmen. Wenig später musste der Feuerwehrmann einsehen, dass für den eingeklemmten Fahrer jede Hilfe zu spät kommt. Freiwillige, die sich mit schwerem Atemschutz ausgerüstet hatten, bekämpfen das Feuer mit Wasser aus einem Tanklöschfahrzeug. Um an alle Glutnester herankommen zu können, wurden zwei verzogene Flügeltüren am Heck mit hydraulischen Schneid- und Spreizgeräten geöffnet. Der Fahrer eines Silozuges erzählte DRK-Rettungsassistenten, er habe zunächst nur ein kleines Licht flackern sehen. „Als ich auf den Lieferwagen zugegangen bin, zündete das Feuer plötzlich durch.“

Vorsorglich suchten Rettungskräfte rund um das Wrack nach weiteren Personen. Freiwillige mussten den Toten aus den Blechmassen befreien. Die Spurensicherung zog sich über längere Zeit hin. Ein Unfallanalytiker markierte zahlreiche Stellen auf dem Asphalt und machte viele Fotos. Die Polizei setzte das sogenannte Phidias-Verfahren ein (Photogrammetrisches Interaktives Digitales Auswerte-System). Phidias ist ein rechnerunterstütztes Tatortaufnahmesystem, mit dem anhand von Fotos maßstabsgerechte Skizzen angefertigt werden können.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei war der Dacia Logan von Bodenwerder kommend in Richtung Hameln unterwegs. „Kurz vor Grohnde kam der Wagen aus bislang unbekannten Gründen nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte dort gegen einen Straßenbaum. Der Dacia wurde anschließend nach links über die Straße geschleudert, wo er gegen eine Steinmauer stieß“, sagte Oberkommissar Jens Petersen.

Gegen 10 Uhr wurde die Bundesstraße wieder für den Verkehr freigegeben.
Schwerer Verkehrsunfall auf der B83 bei Grohnde. Feuerwehrleute löschen den brennenden Lieferwagen. Für den Fahrer kommt jede Hilfe zu spät.
  • Schwerer Verkehrsunfall auf der B83 bei Grohnde. Feuerwehrleute löschen den brennenden Lieferwagen. Für den Fahrer kommt jede Hilfe zu spät.
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  • Foto: ube
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