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Keine Personen im Fahrzeug - Feuerwehreinsatz an Fährstelle

Auto versinkt bei Hajen in der Weser

HAJEN. An der alten Fährstelle in Hajen ist am Samstagabend ein Auto in die Weser gerollt. Insassen befanden sich nicht im Wagen. Der Wagen trieb einige Meter flussabwärts und war nach kurzer Zeit im Fluss versunken. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, um den Peugeot zu bergen.

veröffentlicht am 01.06.2019 um 19:58 Uhr
aktualisiert am 13.06.2019 um 12:36 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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„Gut, dass niemand mehr im Fahrzeug war und das Auto in Ufernähe festhing.“ Nicht nur Einsatzleiter Thomas Klemme konnte am Samstagabend um kurz nach 23 Uhr nach einer kräftezehrenden Bergungsaktion tief durchatmen. Die Feuerwehr hatte wenige Minuten zuvor einen Pkw aus den Fluten der Weser geborgen. Der Peugeot war gegen 21 Uhr an der ehemaligen Fährstelle in den Fluss gerollt und innerhalb kürzester Zeit im trüben Wasser untergegangen.

Die Fahrerin des Autos (33) hatte nach Polizeiangaben mit dem Cabrio an der abschüssigen Kopfsteinstraße am Fährloch gehalten und war aus dem Fahrzeug gestiegen. Plötzlich habe sich der Wagen in Bewegung gesetzt und sei in die Weser gerollt. Die Hannoveranerin habe noch vergeblich versucht, das Auto aufzuhalten, teilte ein Polizist mit. Der Pkw sei vor ihren Augen im trüben Wasser versunken. Feuerwehrleute aus Emmerthal und Hehlen wurden alarmiert. Die Kräfte erfuhren bereits in der Einsatzmeldung, dass sich keine Personen im anfangs als weißen Corsa beschriebenen Fahrzeug befinden sollten. Rüdiger Lenk war einer der ersten Helfer an der Fährstraße. Bei seinem Eintreffen habe schon nur noch die Fahrzeugantenne aus dem Wasser geschaut, sagte der Hajener Feuerwehrmann. Und helle Lichtkegel der Scheinwerfer seien im Wasser zu sehen gewesen, so Lenk.

Da das Auto bereits einige Meter flussabwärts getrieben war, ließ Thomas Klemme die Tauchergruppe der Hamelner Feuerwehr nachalarmieren. Die Spezialkräfte sollten am Fahrzeug ein Stahlseil befestigen, mit dem das Auto an Land gezogen werden konnte. Feuerwehrleute aus Hehlen brachten ein Mehrzweckboot zu Wasser und sicherten die Wasserstraße ab. Zu der späten Zeit sei noch ein Fahrgastschiff der „Flotte Weser“ unterwegs gewesen, das bei Grohnde während des Taucheinsatzes seine Fahrt stoppen musste, hieß es. An Leinen gesichert stieg Feuerwehrtaucher Torben Henne bei Dunkelheit in die Weser und befestigte eine große Bandschlinge an der Hinterachse des Fahrzeugs. Etwa 50 Zentimeter weit habe er im trüben Wasser sehen können, erzählte der Taucher. Ausreichend, um hinter einem Rad einen doppelten Knoten schlingen zu können.

Mit der Seilwinde eines Löschfahrzeugs konnte das Cabrio ans Ufer gezogen werden. Zu einem Schaden an der Umwelt kam es nicht. Aus dem Peugeot waren keine Betriebsstoffe ausgetreten. Den fast 40 helfenden Einsatzkräften kam entgegen, dass der Pkw in Ufernähe festhing. Klemme war sich sicher, dass der Einsatz noch größere Ausmaße angenommen hätte, wenn das Auto bis zur Flussmitte getrieben wäre. Nachdem die Wassermassen aus dem Cabrio abgelaufen waren, warfen Polizeibeamte einen Blick ins Fahrzeug. Ihren Ermittlungen nach geht die Polizei davon aus, dass die Handbremse des Fahrzeugs nicht oder nicht ausreichend angezogen war und der Peugeot dadurch ins Rollen kam.



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