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Tragödie in Großenwieden

Auto prallt gegen Kirchenmauer - Fahrer stirbt

GROSSENWIEDEN. Ein Opel Corsa ist am Montagabend gegen 21.20 Uhr von der Hauptstraße in Großenwieden abgekommen. Der Kleinwagen prallte gegen die Kirchenmauer und riss dabei einen im Boden verankerten Kilometerstein um. Der Fahrer, ein 55 Jahre alter Mann aus Hessisch Oldendorf, zog sich dabei Gesichtsverletzungen zu. Wiederbelebungsversuche schlugen fehl - der Mann starb noch am Unfallort.

veröffentlicht am 07.11.2017 um 08:42 Uhr

Der Unfallort in Großenwieden. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Das Fahrzeug war in Höhe des Feuerwehrhauses zum Stehen gekommen - Mitglieder der Ortswehr, die gerade beim Übungsdienst waren, eilten dem Mann sofort zu Hilfe. Um an den hinter dem Steuer zusammengesackten Fahrer zu gelangen, schoben sie zunächst den Opel von der Mauer. Die Helfer holten den inzwischen bewusstlos zusammengesackten Mann aus dem Wagen und versuchten ihn zu reanimieren. „Anfangs war der Autofahrer noch ansprechbar. Aber nur kurz. Dann war er weg.“, erzählt Ersthelfer Volker Struck. Gemeinsam mit seinem Kameraden Michael Strohmeyer, der bei der Flughafen-Feuerwehr der Luftwaffe in Wunstorf arbeitet und gerade von der Schicht heimkehrte, kämpfte er um das Leben des Opfers. „Wir haben Herz-Druck-Massage und Mund-zu-Nase-Beatmung gemacht“, sagt Volker Struck. Den Ersthelfern gelang es, den 55-Jährigen ins Leben zurückzuholen. Doch Sekunden später setzte die Atmung erneut aus. „Wir haben weitergemacht, ihn erneut reanimiert - kurzzeitig mit Erfolg“, sagt Strohmeyer. Bis zum Eintreffen des Notarztes aus Rinteln und der Rettungswagen-Besatzung aus Hessisch Oldendorf setzten die Feuerwehrleute die Reanimationsversuche fort.

Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen vor Ort, sicherte Spuren, machte Fotos. Auch Beamte der Tatort-Gruppe beteiligen sich an den Todesursachen-Ermittlungen. „Äußerlich erkennbar waren nur die Gesichtsverletzungen, die aber nicht todesursächlich sein sollen. Eher wird derzeit angenommen, dass der Mann während der Fahrt gesundheitliche Probleme bekommen hat und hinter dem Lenkrad zusammengesackt ist“, sagt Oberkommissar Jens Petersen. „Diese plötzliche Erkrankung dürfte nach unseren jetzigen Erkenntnissen auch letztendlich zum Tod geführt haben.“

Nach Angaben der Polizei war der Hessisch Oldendorfer von Kleinenwieden in Richtung Großenwieden unterwegs. Hinter der Blumenstraße kam der Opel Corsa nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Kirchenmauer.

Polizisten untersuchen den Opel Corsa. Foto: ube
  • Polizisten untersuchen den Opel Corsa. Foto: ube

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