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Großeinsatz in Großenwieden

Auto in Weser – Ersthelfer retten Senior

GROSSENWIEDEN. Mittwochabend, 19.35 Uhr. Der Fährmann von Großenwieden greift zum Telefon. Thomas Henseleit ruft Wim Ossenkop an – er meldet dem ehrenamtlichen Feuerwehrmann, was er soeben beobachtet hat. Ein Auto ist an seiner Fähre vorbei in die Weser gefahren.

veröffentlicht am 13.09.2017 um 22:22 Uhr
aktualisiert am 13.09.2017 um 23:12 Uhr

Nächtlicher Einsatz in Großenwieden: Das Auto ist in der Weser versunken. Foto: ube
Ulrich Behmann

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Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite
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Jemand sitzt noch hinter dem Steuer. Die Person droht zu ertrinken. Ossenkop läuft zur Fährstelle. Ohne zu zögern, springt der Großenwiedener ins eisige Wasser. Die Ersthelfer Jan-Erik Tillner und Juljan Feriz folgen ihm. Die drei mutigen Männer schwimmen zu dem Wagen, versuchen zunächst vergeblich, das Opfer zu befreien. Plötzlich geht die Fahrertür auf. Die Retter ziehen den Senior ans Ufer, betreuen ihn bis zum Eintreffen des Notarztteams. Laut Polizei handelt es sich bei dem Unfallfahrer um einen 82 Jahre alten Bückeburger. Warum er in den Fluss gefahren ist, lässt sich zunächst nicht klären. Retter behandeln das Opfer, bringen es ins Krankenhaus.

Der Fährmann hat unterdessen auch die Leitstelle informiert. Feuerwehren aus Großenwieden und Hessisch Oldendorf rücken an. In Hameln machen sich Feuerwehrtaucher und Bootsführer auf den Weg zum Unglücksort. Der Wagen ist längst untergegangen und mehr als 100 Meter weit abgetrieben. Scheinwerfer und Rücklichter leuchten allerdings noch. Taucher steigen in die Fluten. Sie wollen am Auto ein Stahlseil befestigen. Mit einer Seilwinde soll das Fahrzeug aus der Weser gezogen werden. So ist jedenfalls der Plan. Bei Redaktionsschluss ist die Bergung noch im vollen Gange.

Gesperrt: Auf der Hauptstraße in Großenwieden stehen Notarzt- und Rettungswagen. Foto: ube
  • Gesperrt: Auf der Hauptstraße in Großenwieden stehen Notarzt- und Rettungswagen. Foto: ube
Feuerwehrtaucher rüsten sich aus. Foto: ube
  • Feuerwehrtaucher rüsten sich aus. Foto: ube
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