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21-jähriger Somalier bereits wegen Diebstahls und Betrugs aufgefallen

Asylbewerber bedroht Polizisten mit Messer

Rohrsen. Es klang alles nach einem Routineeinsatz: Nachbarn hatten am späten Dienstagabend die Polizei zu einem Haus an der Alten Heerstraße gerufen, weil ein Mieter lärmte. Die Beamten, die den Mann zur Ruhe ermahnen wollten, gerieten unverhofft in eine gefährliche Situation. Sie mussten ihre Pistolen ziehen.

veröffentlicht am 18.11.2015 um 13:03 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 17:57 Uhr

Ulrich Behmann

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Der Reihe nach: Gegen 22.40 Uhr gingen bei der Polizei in Hameln mehrere Anrufe ein. Anwohner meldeten eine Ruhestörung. Als die Beamten in Rohrsen eintrafen, wurde ihnen gesagt, dass jemand in einer Wohnung in der zweiten Etage seit längerer Zeit ununterbrochen gegen Wände und Türen schlage. Die Uniformierten klingelten daraufhin an der Wohnungstür des Mannes. Sie hätten sich als Polizisten zu erkennen gegeben, sagte Oberkommissar Jens Petersen. Der Mann öffnete daraufhin die Korridortür. Er soll ein Messer in der Hand gehalten und die Klinge auf die Beamten gerichtet haben. Die Kommissare wichen zurück und zogen ihre Dienstwaffen. Erst nach mehrmaliger Aufforderung habe der Hausbewohner die Stichwaffe auf den Boden gelegt. Der junge Mann habe sich nicht ausweisen können und sich nicht kooperativ gezeigt, deshalb sei er in Gewahrsam genommen worden, hieß es. In der Jacke des Mannes fanden Ermittler eine Ladung zum Haftantritt. Er war wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden, hatte die Summe aber nicht beglichen. Deshalb sollte er eine 180-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen. Aus dem Dokument der Justiz Hannover geht hervor, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen 21 Jahre alten Asylbewerber aus Somalia handelt. Er soll auch schon wegen Diebstahls, Betrugs und anderer Delikte in Erscheinung getreten sein. Gegen ihn sei ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte eingeleitet worden, sagte Petersen.



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